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US-Börsen im Frühhandel wenig bewegt

Sinkende Ölpreise stehen erfreulich ausgefallenen Einzelhandelsumsätzen gegenüber.

Die US-Börsen haben den Handel am Freitag mit wenig veränderten Notierungen begonnen. Schwächeren Ölpreisen standen besser als erwartet ausgefallenen Einzelhandelsumsätzen gegenüber. Zudem nährten schlechte Verkaufszahlen der großen Einzelhandelsketten J.C. Penney und Nordstrom bereits bestehende Konjunktursorgen.

Gegen 15.55 Uhr fiel der Dow Jones Industrial Index um 15,58 Einheiten oder 0,09 Prozent auf 17.704,92 Zähler. Der S&P-500 Index verlor 1,01 Punkte oder 0,05 Prozent auf 2.063,10 Zähler. Der Nasdaq Composite Index stieg 3,65 Punkte oder 0,08 Prozent auf 4.740,99 Einheiten.

Die als wichtiger Indikator für die Wirtschaftsentwicklung geltenden Ölpreise haben sich zum Wochenschluss wieder schwächer präsentiert. Händler verwiesen auf den starken US-Dollar als Begründung. Zuletzt stand beim US-Ölpreis WTI ein Minus von mehr als einem Prozent zu Buche.

Von der Konjunkturfront kamen dagegen gute Nachrichten: So sind die US-Einzelhändler mit größtem Umsatzsprung seit einem Jahr ins Frühjahr gestartet. Ihre Einnahmen stiegen im April um 1,3 Prozent zum Vormonat. Indessen haben die US-Erzeugerpreise im April stagniert, während Volkswirte einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet hatten.

Unternehmensseitig standen die Verkaufszahlen mehrerer Kaufhaus-Ketten im Fokus, unter anderem von J.C. Penney. Die Verkäufe des Unternehmens fielen im ersten Quartal unerwartet schwach aus. Der Umsatz ging um fast zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, zudem stand unterm Strich erneut einen Verlust. Die Aktien sackten um fünf Prozent ab.

Noch deutlicher mussten Nordstrom-Aktien Federn lassen, nachdem der Einzelhändler wegen mauer Geschäfte im ersten Quartal sein Gewinnziel für das laufende Jahr kappen musste. "Es ist ein Blutbad", sagte ein Analyst. Die Kunden würden heute anders einkaufen. Die Aktien brachen um rund 15 Prozent ein.

Bereits am Vortag meldete der Textil- und Haushaltswaren-Händler Kohl's einen enttäuschenden Jahresauftakt. Am Donnerstag belief sich das Minus der Titel schließlich auf über neun Prozent, zum Wochenschluss ging es für die Aktien um weitere 1,34 Prozent bergab.

Daneben sorgten Apple mit einer Milliardeninvestition in einen chinesischen Uber-Konkurrenten für Aufsehen. Mit einer Milliarde US-Dollar (880 Mio. Euro) steigt der iPhone-Hersteller in den Fahrdienst-Vermittler Didi Chuxing ein und verankert sich damit nicht nur tiefer im strategisch wichtigen chinesischen Markt, sondern sagt auch Uber den Kampf an. Es ist das erste Mal, dass Apple soviel Geld aus seinem über 200 Mrd. Dollar großen Geldberg einsetzt, ohne dafür die ganze Firma zu kriegen. Die Investoren reagierten jedoch gelassen, die Titel stiegen um 0,52 Prozent.

Ein moderates Plus strichen Monsanto ein, die Aktien notierten im Frühhandel um 0,31 Prozent höher. Am Vortag konnten die Papiere des Agrarchemiekonzerns noch um über acht Prozent nach oben klettern. Übernahmespekulationen hatten die Aktie nach oben getrieben. Laut Medienberichten hatten sowohl der Chemiekonzern BASF als auch Bayer Interesse an Monsanto angemeldet.