US-Börsen schließen deutlich schwächer

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US-Börsen schließen deutlich schwächer

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US-Arbeitsmarktbericht sorgt für Verunsicherung - Technologietitel auf Talfahrt.

Die New Yorker Börse hat am Freitag nach dem US-Arbeitsmarktbericht deutlich schwächer geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index fiel um 211,75 Punkte oder 1,29 Prozent auf 16.204,83 Einheiten. Der S&P-500 Index sackte 35,43 Punkte oder 1,85 Prozent auf 1.880,02 Zähler ab. Der Nasdaq Composite Index rasselte sogar 146,42 Einheiten oder 3,25 Prozent auf 4.363,14 Zähler nach unten.

Der US-Arbeitsmarktbericht stand heute im Fokus des Interesses. Die US-Wirtschaft hatte im Dezember zwar weniger Stellen als erwartet geschaffen, aber dafür näherte sich die Arbeitslosigkeit weiter der Vollbeschäftigung. Mit 4,9 Prozent war sie so niedrig wie seit acht Jahren nicht mehr. Auch die Stundenlöhne legten mit plus 0,5 Prozent unerwartet stark zu.

Marktexperten zeigten sich teilweise überrascht, dass die Zahlen so negativ aufgenommen wurden. "Der Markt versteht die Wirtschaft nicht mehr", kommentierte ein Analyst von JPMorgan auf CNBC. "Die Angst vor einer Rezession in den USA sollten mit diesen Daten eigentlich zerstreut werden." Auch die niedrigen Ölpreise, die heute wieder deutlich nachgaben, würden sich mittelfristig positiv auf die US-Wirtschaft auswirken, so der Experte.

Im Dow Jones konnten sich nur einige defensive Werte im Plus halten. Die Aktien der Pharmariesen Merck & Co und Pfizer legten 1,63 Prozent bzw. 0,10 Prozent zu. Verizon kletterten 1,03 Prozent und Wal-Mart zogen 0,86 Prozent an.

Bei Technologietiteln gab es hingegen einen wahren Kahlschlag zu sehen. LinkedIn halbierte bis Handelsschluss nahezu seinen Wert. Die Aktien stürzten 43,58 Prozent ab, nachdem das Karriere-Netzwerk seine Aktionäre mit einem überraschend schwachen Geschäftsausblick geschockt hatte.

salesforce büßten 12,92 Prozent ein, Twitter sackten 7,07 Prozent ab und Adobe büßten 8,29 Prozent ein. Auch die Schwergewichte der Branche blieben nicht verschont. Alphabet sackten 3,60 Prozent ab und Facebook verloren 5,81 Prozent.

Weiters schlossen News Corp mit einem dicken Minus von 9,09 Prozent. Das Verlagsgeschäft von Medienmogul Rupert Murdoch mit Flaggschiffen wie dem "Wall Street Journal" oder der "Times" leidet unter schrumpfenden Werbeeinnahmen und dem starken Dollar. Im Geschäftsquartal bis Ende Dezember sanken die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreswert um vier Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar (2,0 Mrd. Euro).

 

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