Dow Jones / NYSE

Übernahmepläne im Fokus

US-Börsen setzen Rekordkurs fort

Dow Jones stieg 18,82 Punkte oder 0,11 Prozent auf 16.943,10 Einheiten

Die New Yorker Aktienbörse hat am Montag mit etwas höheren Kursen geschlossen und den jüngsten Rekordkurs fortgesetzt. Börsianer sprachen von einem ruhigen Handel, da keine Konjunkturdaten auf der Agenda stünden, die größere Impulse liefern könnten.

Der Dow Jones Industrial Index verbesserte sich 18,82 Punkte oder 0,11 Prozent auf 16.943,10 Einheiten und markierte damit erneut ein Rekordhoch. Der S&P-500 Index stieg leicht um 1,83 Punkte oder 0,09 Prozent auf 1.951,27 Zähler. Insbesondere der S&P 500 erscheine mittlerweile aber anfällig für Gewinnmitnahmen, sollten weitere positive Nachrichten ausbleiben, schrieb Marktanalyst Alastair McCaig vom Broker IG in einem Kommentar. Der Nasdaq Composite Index gewann um 14,84 Einheiten oder 0,34 Prozent auf 4.336,24 Zähler.

Auf Unternehmensseite richteten sich die Blicke der Investoren einmal mehr auf Übernahmepläne. Der Pharmakonzern Merck & Co will sich das Biotech-Unternehmen Idenix einverleiben und bietet dafür je Aktie 24,50 US-Dollar in bar. Der Idenix-Kurs schoss um massive 229,05 Prozent auf 23,79 Dollar nach oben. Im Schlepptau verteuerten sich die Papiere des vergleichbaren Unternehmens Achillion Pharmaceuticals um 47,6 Prozent. Die Merck-Titel bewegten sich mit einem Plus von 0,16 Prozent nur wenig.

Auch in der Lebensmittelbranche bahnt sich eine Milliardenakquisition an. Der Vermarkter von Hähnchen-, Rind- und Schweinefleisch Tyson Foods bietet für den Fleischkonzern Hillshire Brands 63 Dollar je Aktie. Die Hillshire-Brands-Titel zogen um 5,33 Prozent auf 61,89 Dollar an. Die Anteilsscheine des Interessenten fielen hingegen um 6,56 Prozent.

Die Aktien des Verlags Time haben ein verhaltenes Börsendebüt hingelegt. Sie fielen um 0,77 Prozent. Die Time Inc. - Herausgeber weltbekannter US-Magazine wie "Time", "People", "Sports Illustrated" und "Fortune" - war aus dem US-Medienkonglomerat Time Warner herausgelöst worden. Während Time Warner das große Geld schon lange mit seinen Fernsehsendern (CNN, HBO, TNT) sowie seinem Hollywood-Studio Warner Bros. verdient, schrieb der Verlagszweig zuletzt Verluste. Viele Werbekunden und Leser sind ins Internet abgewandert.

Apple-Aktien kosteten nach einem Aktiensplit 93,70 Dollar, was einem Plus von 1,60 Prozent entsprach. Am Freitag hatten die Papiere bei 645,57 Dollar geschlossen. Durch einen Split sollen die Papiere optisch günstiger erscheinen und damit für einen größeren Anlegerkreis interessanter werden.