Wall Street schließt uneinheitlich

US-Börsen

Wall Street schließt uneinheitlich

 Der Dow Jones Industrial Index stieg leicht um 27,94 Punkte oder 0,17 Prozent.

Die New Yorker Börse hat am Dienstag uneinheitlich und wenig verändert geschlossen. Eine weitere Talfahrt des Ölpreises hat nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende die Gewinne an der Wall Street überwiegend ausradiert. Nachdem zunächst noch aktuelle Wirtschaftsdaten aus China stützten, rückte im späteren Handelsverlauf zunehmend der neuerliche Preisverfall beim "schwarzen Gold" in den Fokus.

Der Dow Jones Industrial Index stieg leicht um 27,94 Punkte oder 0,17 Prozent auf 16.016,02 Einheiten. Am Freitag hatte der weltbekannteste Index erstmals seit Mitte August unter der Marke von 16.000 Punkten geschlossen und seit Jahresbeginn ein Minus von insgesamt etwas mehr als 8 Prozent verbucht. Der S&P-500 Index gewann moderate 1,00 Punkte oder 0,05 Prozent auf 1.881,33 Zähler. Der Nasdaq Composite Index ermäßigte sich um 11,47 Einheiten oder 0,26 Prozent auf 4.476,95 Zähler zu.

Nach dem heftigen Ausverkauf seit Jahresbeginn sei zwar ein weiterer Erholungsversuch gestartet worden, da aber die wesentlichen Fragen weiter offen seien, bleibe die Lage instabil, kommentierte ein Investmentstratege. Die Fragen lauteten: Wie deutlich verlangsamt sich das Wirtschaftswachstum in China und wann hat der Ölpreis-Verfall seinen Boden erreicht?

Die aktuellen Daten aus China am Dienstag hatten gezeigt, dass die Wirtschaft der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft im vierten Quartal um 6,8 Prozent gewachsen war und im Gesamtjahr 2015 um 6,9 Prozent. Damit war der Zuwachs so schwach aus wie zuletzt vor 25 Jahren ausgefallen. Experten zufolge steht das Land aber besser da, als zuletzt immer wieder befürchtet worden war.

Unter den Einzelwerten richtete sich der Blick unter anderem auf die Bankenbranche: Nachdem bereits JPMorgan , Citigroup und Wells Fargo ihre Quartalsberichte veröffentlicht hatten, folgten nun die Geschäftsbilanzen von Morgan Stanley und der Bank of America (BofA).

Von den beiden im S&P-100-Index notierten Großbanken überzeugte vor allem Morgan Stanley, da das Institut mit einem Gewinnsprung im abgelaufenen Jahr positiv überraschte. Die Bank profitierte von einem gut gelaufenen Geschäft in der Vermögensverwaltung, geringeren Strafzahlungen für Rechtsstreitigkeiten und gesunkenen Kosten. Die Aktie gewann 1,12 Prozent, während die der BofA um 1,52 Prozent deutlich nachgab. Hier verwiesen Händler darauf, dass die Bank im abgelaufenen Quartal über einen Anstieg der Risikovorsorge im globalen Kreditgeschäft berichtet habe. Die Kreditmärkte hätten im abgelaufenen Jahr wegen der fallenden Ölpreise und der Sorgen um ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum in China geschwächelt und das Ertragswachstum gebremst.

Im Dow setzte sich das Papier des größten US-Krankenversicherers UnitedHealth an die Index-Spitze mit plus 3,03 Prozent. Trotz verlustreicher Geschäfte mit den neuen Obamacare-Verträgen legte der Überschuss 2015 zu und UnitedHealth blieb leicht über der im November gekappten Prognose. Die Ziele für 2016 wurden bestätigt.

Dass Johnson & Johnson Stellen im Medizintechnik-Geschäft abbauen und Kosten einsparen will, ließ dessen Anteilsschein um 0,52 Prozent steigen. Die nach dem Verkauf der Medizintechnik-Tochter Cordis angehobenen Jahresziele bestätigte der Pharma- und Konsumgüterkonzern.

Quartalszahlen legte zudem auch die Fluggesellschaft Delta Air Lines vor, die unter anderem von gesunkenen Treibstoffkosten profitierte. Die Aktie gewann 3,3 Prozent an Höhe.