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Wall Street weiter im Aufwärtstrend

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Die Anleger hätten die gemischt ausgefallenen Wirtschaftsdaten abgeschüttelt und stellten weiter den insgesamt guten Verlauf der Berichtssaison in den Vordergrund.

Die wichtigsten US-Indizes haben am Donnerstag zum dritten Mal in Folge deutlich zugelegt. Trotz durchwachsener Konjunkturdaten baute der Dow Jones seinen jüngsten Anstieg um weitere 0,81 Prozent auf 10.392,90 Zähler aus. Der S&P-500-Index legte um 0,66 Prozent zu auf 1.106,75 Punkte. An der Nasdaq kletterte der Composite-Index um weitere 0,69 Prozent auf 2.241,71 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq-100-Index stieg um 0,69 Prozent auf 1.823,39 Punkte.

Die Anleger hätten die gemischt ausgefallenen Wirtschaftsdaten abgeschüttelt und stellten weiter den insgesamt guten Verlauf der Berichtssaison in den Vordergrund, hieß es am Markt. Stützend wirkte allenfalls das im Philly-Fed-Index abgebildete etwas stärker aufgehellte Geschäftsklima in der Region Philadelphia. Dagegen hatte sich der Sammelindex der Frühindikatoren im Januar nicht so stark wie erhofft verbessert. Eher negativ wurden auch etwas deutlicher angezogene Erzeugerpreise sowie der überraschende Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche gewertet. Insgesamt scheine die Erholung der US-Wirtschaft aber auf einem stabilen Weg.

Nach Zahlen vom Vorabend gehörten Aktien des weltgrößten Computerherstellers Hewlett-Packard (HP) mit plus 1,38 Prozent auf 50,81 US-Dollar zu den Favoriten. Die starke Nachfrage nach neuer Hardware und Dienstleistungen hatte Umsatz und Gewinn im ersten Geschäftsquartal derart angetrieben, dass das Management die Ziele für das Gesamtjahr anhob. HP schlage sich besser als der Markt, sagte Konzernchef Mark Hurd und Experten sprachen von starken Zahlen. Die Computerverkäufe waren zuletzt branchenweit stark angestiegen.

Andere Technologie-Schwergewichte wie IBM oder Intel legten ebenfalls deutlich zu. So stiegen IBM um 1,17 Prozent auf 127,81 Dollar und Intel verteuerten sich um 0,87 Prozent auf 20,84 Dollar. Aktien von Dell gewannen vor der nachbörslich erwarteten Bilanz 1,98 Prozent auf 14,39 Dollar. Microsoft-Aktien gewannen 1,33 Prozent auf 28,97 Dollar. Die EU-Kommission hatte die geplante Zusammenarbeit des Softwareriesen mit dem Internet-Konzern Yahoo! bei der Online-Suche genehmigt genehmigt. Der Suchmaschinenbetreiber gehörte wie auch der Wettbewerber Google ebenfalls zu den Gewinnern.

Schwächste Titel im Dow Jones waren Aktien von Wal-Mart Stores mit minus 1,09 Prozent auf 53,47 Dollar. Der weltgrößte Einzelhändler ist zwar weiter gut im Geschäft. Allerdings schätzt der Konzern die Entwicklung im laufenden Jahr weniger optimistisch ein als die meisten Analysten. Im Schlussquartal hatte der Konzern vor allem im Ausland Wachstum verzeichnet. Das Geschäft im Heimatmarkt war dagegen schleppend verlaufen. Wal-Mart-Anteilsscheine tendierten entsprechend schwach.

Besonders gefragt waren insbesondere Rohstoffwerte. Nucor gewannen 2,78 Prozent auf 43,62 Dollar, nachdem Merrill Lynch die Papiere des Stahlproduzenten von "Underperform" auf "Neutral" hochgestuft hatte. Anteile des Eisenerz- und Kohleproduzenten Cliffs Natural Resources sprangen gar um 7,38 Prozent auf 50,90 Dollar. Das Unternehmen hatte am Vortag die Markterwartungen klar übertreffen können.

Papiere von Priceline.com sprangen an der Nasdaq um 9,43 Prozent auf 232,95 Dollar an. Das Online-Reisebüro hatte im vierten Quartal dank guter Buchungsnachfrage die Erwartungen des Marktes ebenfalls schlagen können.

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