Wiener Börse am Vormittag moderat im Minus

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Wiener Börse am Vormittag moderat im Minus

Warten auf EZB-Zinsentscheidung - UNIQA und Post legen Zahlen vor.

Die Wiener Börse hat sich am Donnerstag im Frühhandel moderat im Minus präsentiert. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.809,04 Punkten nach 2.813,73 Einheiten am Mittwoch errechnet, das ist ein Minus von 4,69 Punkten bzw. 0,17 Prozent.

Europaweit halten sich die Anleger im Vorfeld der heute Nachmittag anstehenden Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) zurück. Wichtige Daten aus der Eurozone stehen am Vormittag nicht auf der Agenda.

Am Nachmittag werden in den USA die wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht. Diese könnten im Hinblick auf den morgigen offiziellen US-Arbeitsmarktbericht für Februar Aufmerksamkeit erhalten. Am Vortag hatte bereits der private Arbeitsvermittler ADP berichtet, dass US-Privatwirtschaft im Februar deutlich mehr Stellen geschaffen hat als erwartet. Die Daten wurden international positiv aufgenommen.

In Wien rückten die Zahlen der Post und der UNIQA in den Fokus. Die Österreichische Post konnte im abgelaufenen Jahr 2016 ihr operatives Ergebnis leicht steigern, das Ebit legte um 2,2 Prozent auf 202 Mio. Euro zu. Allerdings verhagelte der Verkauf der deutschen trans-o-flex ein wenig die Bilanz. Der Umsatz gab um 15,5 Prozent nach. Die Post-Aktien zogen im Frühhandel um 0,26 Prozent auf 34,96 Euro an.


Der Versicherer UNIQA erzielte 2016 trotz des Verkaufs des Italien-Geschäfts einen Vorsteuergewinn von 225,5 Mio. Euro. Der Wert lag damit zwar unter dem Niveau von 2015, aber leicht über den Prognosen. Die Dividende für 2016 soll von 47 Cent je Aktie von auf 49 Cent erhöht werden. Im Frühhandel gewannen die UNIQA-Papiere 0,94 Prozent auf 7,37 Euro dazu.

An die Spitze der Kurstafel setzten sich Flughafen Wien mit plus 2,60 Prozent auf 28,00 Euro. Bereits zur Wochenmitte zogen die Papiere um gut zweieinhalb Prozent an. Die Aktie des Airports zieht wieder in den Leitindex ATX der Wiener Börse ein, wie am Dienstag bekannt wurde. Aus dem Index fallen dafür die Papiere des Cateringunternehmens Do&Co.

Der ATX Prime notierte bei 1.426,28 Zählern und damit um 0,13 Prozent oder 1,79 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 15 Titel mit höheren Kursen, 18 mit tieferen und fünf unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 541.255 (Vortag: 773.344) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 16,50 (16,88) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.