Wiener Börse startet schwach

ATX bei 2.180,93

Wiener Börse startet schwach

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Vor allem OMV und voestalpine-Werte geraten unter Druck.

Die Wiener Börse hat am Donnerstag im frühen Handel deutlich nachgegeben. Um 9.45 Uhr notierte der ATX mit 2.178,63 Punkten nach 2.210,50 Einheiten am Mittwoch, das ist ein Minus von 31,87 Punkten bzw. 1,44 Prozent.

Belastet wurden die Börsen in Europa von einem schlecht ausgefallenen Einkaufsmanagerindex für die Eurozone. Die gemeldeten Zahlen für die Industrie und den Dienstleistungssektor sind deutlich unter den Erwartungen ausgefallen. Europaweit gaben die Börsen in Reaktion auf die Zahlen nach und bauten ihre Anfangsverluste aus.

Schwache Daten kamen auch aus China
Der vom Bankhaus HSBC und dem Forschungsinstitut Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex für Chinas Industrie sank im März von 49,6 auf 48,1 Punkte. Das ist der tiefste Stand seit vier Monaten.

Größere Verkäufe gab es in Wien vor allem in voestalpine und OMV. voestalpine fielen im Frühhandel um 2,20 Prozent auf 25,58 Euro. OMV verloren 1,97 Prozent auf 27,56 Euro.

Lenzing fielen trotz der Ankündigung einer Dividendenerhöhung um 2,62 Prozent auf 81,80 Euro. Der Faserhersteller will seine Dividende für das Jahr 2011 von 1,55 im Vorjahr auf 2,50 Euro je Aktie anheben.

Nachrichten gab es in der Früh auch von Andritz. Der steirische Anlagenbauer hat einen 100-Millionen Euro-Auftrag aus Chile vermeldet. An der Börse notierten Andritz-Aktien mit einem kleinen Minus von 0,91 Prozent bei 71,63 Euro.

Neue Analystenempfehlungen gab es für Schoeller-Bleckmann (SBO) und die Post. Die Berenberg Bank hat ihr Kursziel für die SBO-Aktie von 74 Euro und ihre Empfehlung "Buy" in einer aktuellen Analyse bestätigt. Die Erste Group hat ihr Kursziel für die Post auf 28 Euro erhöht, die Empfehlung aber von "buy" auf "accumulate" zurück genommen.

 An der Spitze der wenigen Gewinner fanden sich Polytec mit einem Plus von 3,38 Prozent auf 7,25 Euro. Warimpex stiegen bei sehr geringen Umsätzen um 2,15 Prozent auf 1,05 Euro.

 S Immo stiegen nach Vorlage von Zahlen um 1,27 Prozent auf 4,38 Euro. Die am Vortag nach Börsenschluss gemeldeten Ergebnisse für das vierte Quartal sind den Analysten von Raiffeisen zufolge besser als erwartet ausgefallen. Unterstützt werden sollte der Aktienkurs nach Einschätzung der Experten auch vom Aktienrückkaufprogramm der S Immo. Die Analysten haben ihre "halten"-Empfehlung für die S Immo-Aktie in einer ersten Reaktion bestätigt.

 Der ATX Prime notierte bei 1.076,88 Zählern und damit um 1,29 Prozent oder 14,11 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich zehn Titel mit höheren Kursen, 25 mit tieferen und keiner unverändert. In fünf Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 712.637 (Vortag:474.164) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 22,762 (13,75) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.
 

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