GDF Suez kündigt Abschreibungen an

Die Verwerfungen auf dem Energiemarkt treffen auch den französischen Strom- und Gaskonzern GDF Suez. Das Unternehmen kündigte am Mittwoch in Paris für das Jahresende Abschreibungen auf Kraftwerke und Energiespeicher an. Das werde das Nettoeinkommen in diesem Jahr belasten. Der Konzern begründete das mit sich verschlechternden wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Vor allem wegen des Ökostrombooms in Deutschland und der Wirtschaftskrise in Südeuropa sind die Strompreise zuletzt eingebrochen. Das trifft auch das Geschäft mit der Speicherung von Gas für den flexiblen Einsatz in der Stromerzeugung.

Der Konzern bestätigte seine Jahresziele. Aus diesen sind Sondereffekte wie die Wertminderungen allerdings herausgerechnet. Demnach will GDF beim bereinigten Nettogewinn weiter das obere Ende der Spanne von 3,1 bis 3,5 Mrd. Euro erreichen. Das operative Ergebnis (EBITDA) soll zwischen 13 und 14 Mrd. Euro liegen. In den ersten neun Monaten verdiente der Konzern operativ mit 10,3 Mrd. Euro 1,4 Prozent weniger als vor einem Jahr, erfüllte damit aber die Erwartungen von Analysten. Aus diesen Zahlen sind die Ergebnisse des Umweltkonzern Suez Environnement herausgerechnet. In diesem Sommer ist ein Aktionärspakt ausgelaufen, seitdem gehen beide Unternehmen getrennte Wege. Die GDF-Schulden gingen seit Jahresbeginn um 6,8 Mrd. Euro auf 29,8 Milliarden zurück.

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