AE&E

Nach A-Tec-Pleite

Andritz kauft Anlagenbauer AE&E

Die Zukunft des Anlagenbauers AE&E scheint damit gesichert.

Der Gläubigerausschuss der insolventen A-Tec hat am Donnerstagabend den Verkauf des steirischen Anlagenbauers AE&E Austria an die ebenfalls in Graz sitzende Andritz beschlossen. Dies teilte der Sprecher des Ausschusses, Hans-Georg Kantner, nach der Sitzung mit.

"Für die AE&E KG in Raaba bedeutet das die Sicherung der Zukunft des Unternehmens", angesichts der Tatsache, dass AE&E bereits Insolvenz angemeldet habe, sei das erzielte Resultat für die Gläubiger "ein angemessenes Ergebnis", so der Insolvenzexperte des Kreditschutzverbands von 1870 (KSV).

376 Mitarbeiter zittern
Die AE&E Austria gilt als Keimzelle und ein Herzstück der A-Tec-Anlagenbaudivision AE&E. Die 150 Jahre alte Firma aus Raaba bei Graz errichtet schlüsselfertige Kraftwerke und liefert Komponenten wie Dampferzeuger und Rauchgasreinigungsanlagen. Das Unternehmen beschäftigt 376 Mitarbeiter in Graz und Wien. Wie es mit den Arbeitnehmern weitergeht, blieb am Donnerstagabend unklar. Andritz hatte in der ersten Verhandlungsrunde eine Standortgarantie für Raaba, nicht aber eine Beschäftigungsgarantie angeboten.

Den Wert des Deals sowie Details zu den Abmachungen wollte der Gläubigersprecher ebensowenig preisgeben wie die Namen anderer Interessenten. Nach Kantners Darstellung erlösen die Gläubiger aus der Abmachung zwischen fünf und zehn Millionen Euro - ein Wert, der sich aus einer Barsumme und Zusagen errechnet, die der Käufer den A-Tec-Gläubigern gemacht hat. So soll Andritz zugesagt haben, die A-Tec-Gläubiger "von gewissen Verbindlichkeiten freizuhalten".

Die Gläubiger hofften jetzt auf ein verbessertes Sanierungsplanangebot, sagte Kantner. Die Gläubiger wollen sich in den nächsten Tagen zwei Analysen ansehen, die ihnen am Donnerstag vom Beratungsunternehmen Deloitte vorgelegt worden sind. Es handelt sich um Bewertungen der Kupferdivision der A-Tec (Montanwerke Brixlegg) sowie des Salzburger Werkzeugmaschinenbauers Emco.