Basler Kantonalbank übernimmt AAM Privatbank

Die Basellandschaftliche Kantonalbank trennt sich von der AAM Privatbank. Neue Besitzerin der in Turbulenzen befindlichen Privatbank wird die Basler Kantonalbank (BKB), wie die beiden Bankinstitute am 21. Juli mitteilten. Wie viel die BKB ihrem basellandschaftlichen Pendant für die auf die Vermögensverwaltung spezialisierte Bank mit knapp 100 Mitarbeitern zahlt, wurde nicht bekannt gegeben.

BKB-Geschäftsleitungsmitglied Reto Erdin sprach gegenüber der schweizerischen Nachrichtenagentur SDA aber von einem "günstigen Preis". Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hatte die AAM als Vermögensverwalterin im Jahr 2001 übernommen und sie vor knapp zwei Jahren in eine Privatbank umgewandelt. Mit der AAM, welche bei der Übernahme 350 Mio. Franken(230 Mio. Euro) kostete und damals als "Juwel" bezeichnet wurde, wollte die BLKB sowohl im Inland wie auch im Ausland expandieren.

Diese Strategie misslang offensichtlich: Das von AAM verwaltete Vermögen schmolz seit sie der BLKB gehörte von 8,4 Mrd. auf derzeit noch 3,1 Mrd. Franken. Dieser Schwund an Kundengelder kommentierte die BLKB am Dienstag nicht. Der Entscheid, sich von der AAM Privatbank zu trennen, sei im Rahmen einer Strategieüberprüfung gefällt worden, sagte BLKB-Sprecher Christoph Loeb.

Fokus auf "Basellandschaftliche Kantonalbank"

Bei der BLKB stehe eine Fokussierung der Aktivitäten unter der Marke "Basellandschaftliche Kantonalbank" im Vordergrund, sagte Loeb weiter. Der große Wert der Marke würden auch durch den sehr hohen Neugeldzufluss in den vergangenen Monaten belegt.

Ob die AAM Privatbank als eigenständige Bank im BKB-Konzern, zu dem auch die Bank Coop gehört, weitergeführt wird oder nicht, steht noch nicht fest. Laut BKB-Private-Banking-Chef Reto Erdin würden derzeit verschiedene Optionen geprüft. Möglich sei auch eine vollständige Integration der AAM in das Private Banking der BKB.

Durch den Aderlass bei den Kunden in den vergangenen Jahren hat die AAM laut Erdin ein Problem mit ihrer Kostenstruktur. Alleine schon deshalb geht die BKB von Synergieeffekten und Effizienzsteigerungen aus, welche sich aus der Übernahme der Privatbank ergeben.