"Antrag auf gerichtliche Ermächtigung"

DSW fordert auf Rückkaufsrecht für HRE-Aktionäre

Die Aktionärsvereinigung DSW will mit gerichtlicher Hilfe ein Rückkaufsrecht für Aktien der Hypo Real Estate (HRE) durchsetzen. Die Tagesordnung der Hauptversammlung (HV) der Immobilienbank am 5.10. solle um einen entsprechenden Punkt ergänzt werden, teilte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in Düsseldorf mit.

Beim Amtsgericht München sei ein "Antrag auf gerichtliche Ermächtigung" gestellt worden. Den verbliebenen Kleinaktionären müsse ein verbrieftes und unwiderrufliches Recht eingeräumt werden, HRE-Aktien zu bekommen, sollte der frühere Dax-Konzern in einigen Jahren wieder privatisiert werden.

Der Preis für den Rückerwerb solle mit der jetzt geplanten Zwangsabfindung der Kleinaktionäre zuzüglich Zinsen identisch sein. "Mit dieser Regelung können endlich die Interessen von Bund und Minderheitsaktionären in Einklang gebracht werden", sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker.

Die Hypo Real Estate, die den Vorschlag ablehnt, will die Kleinaktionäre mit einer Abfindung von 1,30 Euro je Aktie aus dem Unternehmen drängen. Derzeit hält der Staat 90 Prozent an der Bank, die vor einem Jahr mehrfach vor dem Aus stand und mit finanziellen Hilfen von rund 100 Mrd. Euro am Leben gehalten wird.