Hedgefonds-Abflüsse setzen Schweizer EFG zu

Massive Abflüsse im Hedgefonds-Geschäft haben dem Schweizer Vermögensverwalter EFG International im ersten Halbjahr 2009 zugesetzt. Institutionelle Kunden zogen im Halbjahr Angaben vom 28. Juli zufolge fast die Hälfte der Hedgefonds-Anlagen von 5,5 Mrd. Franken (3,61 Mrd. Euro) ab.

Die schwachen Finanzmärkte drückten die volumen- und leistungsabhängigen Erträge im Hedgefonds-, aber auch im viel größeren Geschäft mit reichen Privatkunden. Dazu kamen Abschreibungen auf dem erst 2006 übernommenen Dach-Hedgefonds-Anbieter C.M. Advisors sowie zusätzliche Kosten für noch in der Boomphase eingestellte Kundenberater, so dass der Gewinn der Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 89 Prozent auf 20 Mio. Franken einbrach.

Das Privatkundengeschäft setzte den Wachstumskurs mit Neugeldern von 4,7 Mrd. Franken fort. Um die unbefriedigende Rentabilität zu steigern, trennte sich EFG aber von 127 Kundenberatern und kündigte an, sieben Niederlassungen zu schließen. Am Hedgefonds-Geschäft will EFG im Gegensatz zum Schweizer Konkurrenten Julius Bär festhalten. Die Abflüsse gingen langsam zurück und reiche Kunden verlangten Kompetenz in dem Bereich, erklärte EFG.