Nationenvielfalt macht Kooperation komplizierter

Jeder vierte DAX-Vorstand ist Ausländer

In der Führungsetage der deutschen Top-Konzerne ist jeder vierte Spitzenmanager ein Ausländer. Drei Viertel deutsch, ein Viertel international - in diesem Verhältnis habe sich die Zusammensetzung der DAX-Vorstände in den vergangenen Jahren eingependelt, berichtete das Beratungsunternehmen Simon-Kucher & Partners nach aktuellen Erhebungen.

Je größer die Nationenvielfalt im Vorstand, desto schwieriger gestalte sich aber die Zusammenarbeit. Nachdem der Anteil ausländischer DAX-Vorstände zwischen 2000 und 2006 deutlich gestiegen sei, seien die Schwankungen - trotz häufiger Vorstandswechsel - seitdem nur noch minimal. Angesichts steigender ausländischer Anteile bei Aktionären, Umsätzen und Mitarbeitern bestehe bei vielen DAX-Unternehmen allerdings noch Nachholbedarf bei der Internationalisierung des Vorstands. Zehn von 30 DAX-Unternehmen hätten noch einen rein deutschen Vorstand.

Derzeit seien 17 Nationalitäten in Vorständen von DAX-Unternehmen vertreten. Das Gros entfalle auf die USA (13 Vorstände), Österreich (7) und die Schweiz (5). In diesem Jahr seien erstmals auch drei Manager aus den Wachstumsregionen Asien und Südamerika vertreten: der Taiwanese James C. Wei (Beiersdorf), der Inder Anshu Jain (Deutsche Bank) und der Brasilianer Antonio Roberto Cortez (MAN Group). Für alle drei Manager führte der Weg über eine Ausbildung und Berufsstationen in den USA in deutsche Vorstandsetagen.