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Dachgesellschaft gegründet

Land NÖ könnte marode Skigebiete übernehmen

 Die Liftbetriebe Annaberg und St. Corona gelten als Übernahmekandidaten.

Mehrere finanziell angeschlagene Skigebiete in Niederösterreich könnten schon bald ihren Besitzer wechseln - nämlich hin zum Land. Das berichteten die "Niederösterreichischen Nachrichten" (NÖN) in ihrer aktuellen Ausgabe. Im Büro der Landesrätin Petra Bohuslav (V) hält man sich auf Nachfrage noch bedeckt: "Richtig ist, dass wir Verhandlungen mit den Skigebieten in alle Richtungen führen", so Pressesprecher Lukas Reutterer.

Geheime Verhandlungen

Um welche und wie viele Skigebiete es geht, soll vorerst noch geheimbleiben - "um die Verhandlungen nicht zu stören", wie es hieß. Auch über Hintergründe und jetzige Eigentümer wollte man sich nicht äußern. Die Öffentlichkeit soll erst informiert werden, wenn soweit alles unter Dach und Fach ist - was Reutterer zufolge in rund einem Monat sein könnte.

Laut Informationen der NÖN soll es um die Übernahme von bis zu acht Skigebieten gehen. Ein "sicherer Kandidat" sei demnach Annaberg, wo in der vergangenen Woche ein entsprechender Gemeinderatsbeschluss gefällt worden sei. Auch in Mitterbach, Mönichkirchen und St. Corona dürfte es Gespräche geben.

Bestätigt wurde auch die Gründung einer Dachgesellschaft von der Wirtschaftsagentur des Landes, der ecoplus. Die im Oktober gegründete "Ecoplus Holding GmbH" könnte dann für die Verwaltung der übernommenen Skigebiete verantwortlich sein.