Novomatic beugt sich Verbot

Rückzug

Novomatic beugt sich Verbot

Der Glücksspielkonzern will dadurch Geldstrafen entgehen.

Der Glücksspielkonzern Novomatic will nun offenbar doch keine Geldstrafen riskieren und beugt sich - zumindest vorerst - dem Verbot von Glücksspielautomaten in Wien, das mit Jahreswechsel in Kraft tritt. Die in Wien tätigen Novomatic-Firmen würden alle betroffenen Automaten heute (Mittwoch) um Mitternacht "vorübergehend und vorsorglich" außer Betrieb nehmen, kündigte Novomatic per Aussendung an.

Die Automatenbetreiber halten das Verbot für unrechtmäßig und verweisen auf gültige Konzessionen. Die meisten Betreiber hatten daher angekündigt, ihre Automaten trotz des Verbots stehen zu lassen. Die Finanzpolizei bereitet sich deswegen schon auf Razzien vor - Betreibern droht eine Strafe von 22.000 Euro pro Gerät.

Nun steckt Novomatic aber zurück. "Es hat sich zu dieser Entscheidung um ein Abwägen von juristischen, wirtschaftlichen und unternehmenspolitischen Gründen gehandelt", sagte Vorstandschef Harald Neumann laut Aussendung. "Auf Grund der aus unserer Sicht unrechtmäßigen Reaktionen und Androhungen der Behörden und Teilen der Politik sehen wir uns nach Abwägung aller Konzerninteressen dazu gezwungen, vorerst den Betrieb von Glücksspielautomaten in Wien einzustellen."

Die Rechtsposition von Novomatic bleibe unabhängig davon aufrecht, sämtliche verfügbaren Rechtsmittel seien bereits eingebracht worden.

Jene Wiener Filialen, in denen auch Sportwetten und Gastronomie angeboten werden, würden diese Angebote unabhängig von der Abschaltung der Glücksspielautomaten weiter aufrechterhalten.