ÖVAG könnte bis zu 1,5 Mrd. brauchen

Nach 3 Quartalen

ÖVAG: Netto-Verlust bei 67 Mio. Euro

Die Ergebnissewerden jedenfalls bis Ende 2015 mit negativ erwartet

Die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) erwartet wegen der laufenden Restrukturierung bis Ende 2015 negative Ergebnisse und wird deshalb bis 2016 keine Zinsen auf das ihr zur Verfügung gestellte Ergänzungskapital zahlen können. In den ersten drei Quartalen habe der vorläufige Verlust nach Steuern 66,8 Mio. Euro betragen, teilte das teilverstaatlichte Institut am Donnerstag mit.

Die wahrscheinlich bis 2016 ausgesetzten Zinszahlungen betreffen nicht das staatliche Partizipationskapital, die vertraglich bis 2017/2018 nicht bedient werden dürfen, hieß es aus der ÖVAG. Das Ergänzungskapital sei von institutionellen Investoren gekommen und davon sei fast nichts mehr "draußen".
Der Wert der riskanten Vermögensteile (Risikoaktive - RWA) konnte den Angaben nach um 2,7 Mrd. auf 13 Mrd. Euro reduziert werden. Die Bilanzsumme wurde bis Ende September um 4,3 Mrd. Euro auf 23,3 Mrd. Euro verringert. Vorsteuern lag der Verlust bei 49 Mio. Euro.

Trotz des negativen Ergebnisses konnten die Kapitalquoten gestärkt werden: Die Tier-1-Quote bezogen auf das Gesamtrisiko lag Ende September bei 13 Prozent - nach 10,9 Prozent zum Ultimo 2012. Die Eigenmittelquote lag bei 17,5 (15,7) Prozent. "Der Abbau hat somit den Kapitalpuffer weiter leicht erhöht", so die Bank.

"Nicht zuletzt aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und den daraus resultierenden Abschlägen für das Abbauportfolio wird das auch weiterhin zu Ergebnisbelastungen führen. Daher wird der Konzern voraussichtlich auch das Jahr 2013 deutlich negativ abschließen", heißt es.

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