Playstation-Hacker verkaufen Daten

Kreditkartennummern geklaut

Playstation-Hacker verkaufen Daten

Sony will heute eine Erklärung zum Mega-Datenklau abgeben.

Nach dem Hacker-Angriff auf Sonys Playstation Network (PSN), bei dem Daten (Namen, Passwörter, Adressen) von weltweit 77 Millionen Nutzern gestohlen wurden, mehren sich die Anzeichen, dass auch Kreditkartennummern von rund 2,2 Millionen Usern erbeutet wurden.

Kevin Stevens von der Sicherheitsfirma Trend Micro teilte via Twitter mit, dass eine Datenbank mit den Kreditkarteninfos in Internet-Foren zum Preis ab 100.000 Dollar angeboten werde. Laut einem Foren-Mitglied habe man die Daten auch Sony zum Kauf angeboten, der Konzern habe sich aber nicht gemeldet.

Kreditkarteninfos werden in Internet-Foren angeboten
Es kursieren auch bereits Gerüchte über missbräuchliche Abbuchungen. Bestätigt ist das nicht. Sony hatte zuletzt Teilentwarnung gegeben: Die Kreditkartendaten seien verschlüsselt gewesen, und der wichtige Sicherheitscode auf der Kartenrückseite wurde nicht mitgespeichert. In Österreich sind, wie berichtet, 410.000 User betroffen; 40.000 haben auch Kreditkartennummern angegeben.

Sony-Vizepräsident Kazuo Hirai gibt heute in Japan eine Pressekonferenz, auf der es neue Informationen zu dem Daten-Diebstahl geben soll. Hirai will auch zum von vielen kritisierten Sony-Informationsmanagement Stellung nehmen und außerdem bekannt geben, wann das Playstation-Online-Netzwerk wieder verfügbar sein wird. US-Kongressabgeordnete hatten Hirai am Freitag in einem Schreiben zu einer Stellungnahme gedrängt.

(sea)