Moodys Moody's Moody´s

Negativer Ausblick

Rating-Agenturen warnen die USA

Trotz der Einigung im Schuldenstreit bleiben die Agenturen skeptisch.

Auch nach der Einigung im US-Schuldenstreit droht den USA eine Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Moody's. Zwar bestätigte die Agentur - ähnlich wie Fitch - am Dienstag nach der Einigung im Schuldenstreit die Bonitäts-Spitzennote "AAA". Den Ausblick bewertete sie jedoch mit negativ. Damit könnte das Rating in den nächsten zwölf bis 18 Monaten gesenkt werden.

Es bestehe das Risiko einer Herabstufung, falls die Haushaltsdisziplin im kommenden Jahr nachlassen sollte oder 2013 weitere Konsolidierungsmaßnahmen ausblieben, teilte Moody's mit. Auch eine deutliche Verschlechterung der Konjunkturerwartungen oder ein Anstieg der Finanzierungskosten könnten demnach zu einer schlechteren Bewertung der Bonität führen.

Fitch wird Herabstufung prüfen
Die Ratingagentur Fitch hält ebenfalls an der "AAA"-Einstufung fest, mahnt jedoch auf mittlere Sicht eine stärkere Schuldenreduzierung angesichts der schwachen Konjunkturentwicklung an. Sonst könne künftig eine Herabstufung drohen. Nach Einschätzung von Fitch-Experte David Riley wurden die Wachstumszahlen zuletzt überraschend deutlich nach unten korrigiert, was ein Grund zur Sorge sei. Er schloss nicht aus, dass Fitch deswegen eine Herabstufung der USA prüfen wird. "Es könnte einen Ratingschritt geben, der eine Korrektur des Ausblicks beinhalten könnte", sagte Riley.

Standard & Poor's: Warnschuss vor Einigung
Vor einer Herabstufung warnte auch die Agenturen Standard & Poor's (S&P). Viele Finanzmarktteilnehmer hielten eine schlechtere Bewertung durch S&P für eine realistische Möglichkeit, sagte Analyst Gennadiy Goldberg von 4Cast Ltd. Die Vereinbarung zwischen Demokraten und Republikanern sieht lediglich Einsparungen von 2,1 Billionen Dollar vor. S&P und Moody's dagegen hatten vier Billionen Dollar als Grundlage genannt, um die Bestnote mit stabilem Ausblick behalten zu können.

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