"Querverbindungen" der Hypo werden untersucht

Risikovorsorgen bei Hypo bis 5 Mrd. Euro nötig

In der seit 14.12. verstaatlichten Kärntner Hypo könnten die Risikovorsorgen mit 5 Mrd. Euro weit höher ausfallen bisher angenommenen, schreibt der "Standard" unter Berufung auf einen "hochrangigen Banker". Die Vor-Ort-Prüfung der Nationalbank habe hingegen "im Wesentlichen" ähnliche Erkenntnisse gebracht wie die Analyse von PricewaterhouseCoopers (PwC), die das Risikopotenzial auf 3,1 Mrd. Euro bis 2013 beziffert hat.

Laut "Standard" haben die Prüfer der Hypo wie auch allen heimischen Banken, die das Hilfspaket bisher in Anspruch genommen haben das Prädikat "non (not) distressed" gegeben, weil sie nicht "sound" (gesund) vergeben wollten und "distressed" nicht gewünscht gewesen sei.

Der "Kurier" wiederum berichtet, dass Bernhard Gaber, Leiter der Soko Hypo Alpe Adria, "Querverbindungen" zwischen Hypo-Finanzdesaster und der Immofinanz für möglich hält. Allerdings sei es zu früh, dazu Aussagen zu treffen, sagte er laut Zeitung.

Auch der Sprecher der Klagenfurter Staatsanwaltschaft, Helmut Jamnig, weist darauf hin, dass Verbindungen der beiden Fälle Gegenstand der Ermittlungen werden sollen. "Sollten sich dabei Verdachtsmomente in welche Richtung auch immer ergeben, wird man dem sicher nachgehen" wird er im "Kurier" zitiert.