S&P sieht Topbonität der USA in Gefahr

Riesen-Defizit & Schulden

S&P sieht Topbonität der USA in Gefahr

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Die US-Regierung übt scharfe Kritik an der angekündigten Herabstufung.

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) sieht die Top-Bonität der USA in Gefahr. Die US-Kreditwürdigkeit werde zwar weiter mit der Bestnote "AAA" bewertet, der Ausblick sei jedoch negativ, teile S&P am Montag in New York mit. Es droht also eine Herabstufung.

Es sei noch unklar, wie die USA das Haushaltsdefizit und den steigenden Schuldenstand angehen wolle. Es bestehe zudem die Gefahr, dass sich Demokraten und Republikaner nicht auf eine mittel- bis lanfristige Haushaltspolitik einigen können.

Obama hofft auf Wende
Nach dem Warnschuss hofft US-Präsident Barack Obama auf eine parteiübergreifende Einigung zum Defizitabbau. Obama gehe davon aus, dass eine breite Übereinkunft möglich sei, sagte Regierungssprecher Jay Carney im Weißen Haus. Die Politik werde die Zweifel der Agentur widerlegen.

Obama habe in seiner Grundsatzrede vergangene Woche einen Weg zu einer Übereinkunft von Republikanern und Demokraten zum Schuldenabbau aufgezeigt. Die Opposition erkenne das Problem an. "Wir denken, dass die Politik die Erwartungen von S&P übertreffen wird", sagte der Obama-Sprecher.

"Die Geschichte zeigt, dass beide Seiten zusammenkommen und die Dinge ins Lot bringen können." Dies sei auch heute möglich. "Der Präsident glaubt, dass dies möglich ist und dass es geschehen wird."


 

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