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Im EU-Vergleich günstig

Spritpreis weiter auf Rekordhoch

Im EU-Vergleich liegen die Spritpreise aber unter dem Durchschnitt.

Der Preis für Eurosuper jagt von einem Rekord zum nächsten. 1,434 Euro zahlen Autofahrer derzeit pro Liter, rechnete am Donnerstag der ARBÖ vor. Innerhalb der ersten zehn Wochen in diesem Jahr stieg der Preis damit um 7,9 Cent pro Liter an. Zu Beginn des Jahres kostete Eurosuper im Schnitt 1,355 Euro.

Im EU-Vergleich günstig
Von Seiten der Mineralölindustrie wird darauf verwiesen, dass die Zapfsäulenpreise in Österreich im EU-Vergleich nach wie vor günstig sind. "Um 17,4 Cent pro Liter bei Benzin und um 8,5 Cent bei Diesel liegen die österreichischen Preise unter dem EU-Durchschnitt. Hand in Hand mit den vergleichsweise niedrigen Kraftstoffpreisen gehen die Tankstellenmargen, die in Österreich so gering wie in kaum einem anderen europäischen Land sind. Die aktuelle Umfrage von Wood Mackenzie für das Jahr 2011 hat bestätigt, dass Österreich - wie in den Jahren zuvor - auch 2011 am Ende der Skala der 16 befragten Länder stand und die Margen sogar weiter gesunken sind", so der Verband der Mineralölindustrie zur APA.

Der ÖAMTC erneuerte am Donnerstag seine Forderung nach einer Marktuntersuchung der Preisbildung durch die EU-Kommission. Damit solle geklärt werden, wie hoch der Anteil von Spekulanten an den Preissprüngen ist. Preistreibend wirkten sich derzeit auch die Krise zwischen dem Iran und Israel sowie den USA aus und der schwache Euro.

Preise steigen weiter
Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) geht jedenfalls weiterhin von steigenden Preisen aus - bis hin zur magischen Grenze von 1,50 Euro. Er verweist darauf, dass den Autofahrern die nach wie vor hohen Spritverbräuche der Fahrzeuge teuer zu stehen kommen. Jetzt räche sich, dass das 3-Lite-Auto noch immer nicht der Standard sei. Der VCÖ gab zu bedenken, dass in den vergangenen zehn Jahren der reale Spritverbrauch in Österreich um nur einen Liter pro 100 Kilometer gesunken sei.