Dow Jones schließt knapp im Minus

US-Börsen

Dow Jones schließt knapp im Minus

Nach US-Haushaltseinigung: Spekulationen um weiter lockere Geldpolitik.

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Donnerstag mehrheitlich mit höheren Notierungen geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index fiel um minimale 2,18 Punkte oder 0,01 Prozent auf 15.371,65 Einheiten und verpasste damit knapp den Sprung in die Gewinnzone. Der S&P-500 Index stieg dagegen um 11,61 Punkte oder 0,67 Prozent auf 1.733,15 Zähler. Der Nasdaq Composite Index zog um 23,72 Einheiten oder 0,62 Prozent auf 3.863,15 Zähler an.

Auf die Einigung im US-Haushaltsstreit reagierten die US-Börsen heute kaum noch, nachdem die Kursrally vom Vortag den Kompromiss bereits vorweggenommen habe, hieß es aus dem Handel. Die Einigung keine Überraschung mehr gewesen sei. So nahmen die Anleger im Frühhandel noch Gewinne mit, ein besser als erwartet ausgefallener Philly-Fed-Index sowie gute Zahlen von Verizon konnten die Stimmung im Verlauf jedoch aufhellen. Zudem habe der vorerst gelöste Etatstreit in den USA neue Spekulationen um eine weiter lockere Geldpolitik geschürt und damit dem US-Aktienmarkt Auftrieb gegeben, so Marktteilnehmer.


Neben dem Philly-Fed-Index standen konjunkturseitig die wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen im Blick. Diese fielen etwas schwächer als erwartet aus. In der vergangenen Woche lag die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bei 358.000. Dies waren zwar 15.000 weniger als in der Woche davor, allerdings hatten von Reuters befragte Analysten mit einem kräftigeren Rückgang gerechnet.

Bereits am Mittwochabend hatte der Finanzkonzern American Express unerwartet starke Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Der Gewinn kletterte um knapp zehn Prozent auf 1,37 Mrd. Dollar. Profitierten konnte das Unternehmen von der anhaltenden Kauflaune der Konsumenten. Die Titel zogen um klare 5,12 Prozent auf 80,23 Dollar an und notierten damit an der Spitze des Dow.

An zweiter Stelle rangierten Verizon mit plus 3,49 Prozent auf 48,90 Dollar. Der Telekom-Konzern konnte mit seinem Gewinn im dritten Quartal die Analystenerwartungen übertreffen. Zu verdanken war dies vor allem dem Umsatzwachstum der Tochter Verizon Wireless.

Ans Ende des US-Leitindex sackten IBM mit minus 6,37 Prozent auf 174,83 Dollar ab. Ein schwaches Geschäft mit Großrechnern sowie die schwindende Nachfrage aus China lastete auf dem Quartalsergebnis des IT-Konzerns. Der Umsatz sackte um 4 Prozent auf 23,7 Mrd. Dollar ab. Der Gewinn stieg indes um 6 Prozent auf 4 Mrd. Dollar.

Auch die Zahlen von UnitedHealth konnten die Anleger nicht begeistern – die Titel gaben 5,08 Prozent auf 71,37 Dollar ab. Von Juli bis September verdiente der Krankenversicherer unterm Strich mit knapp 1,6 Mrd. Dollar kaum mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz blieb laut Marktteilnehmern hinter den Erwartungen zurück.

Goldman Sachs hat indessen im dritten Quartal deutlich unter den Unsicherheiten über den künftigen Kurs in der US-Geldpolitik gelitten. Viele Anleger hielten sich mit Handelsgeschäften zurück, das ließ die Einnahmen der Investmentbank um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 6,7 Mrd. Dollar einbrechen. Dank erheblicher Einsparungen vor allem bei Bonuszahlungen hielt das Institut den Überschuss mit 1,5 Mrd. Dollar aber dennoch stabil. Die Aktien verloren 2,42 Prozent auf 158,32 Dollar.

Im Technologieindex Nasdaq sackten EBay nach einer enttäuschenden Gewinnprognose für das vierte Quartal 2013 um 4,00 Prozent auf 51,38 Dollar ab. Nachbörslich stehen noch die Bilanzzahlen des Nasdaq-Schwergewichts Google (minus 1,03 Prozent auf 888,794 Dollar) sowie die Ergebnisse von AMD (unverändert bei 4,09 Dollar) auf der Agenda.