US-Börsen starten etwas höher

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US-Börsen starten etwas höher

US-Börsen haben am Mittwoch kurz nach Handelsbeginn etwas höher tendiert.

 Am Dienstag hatte die Wall Street noch erstmals nach drei Gewinntagen in Folgen ein Minus hinnehmen müssen. Das Marktgeschehen wird im Frühhandel von zahlreichen Unternehmensergebnissen und dem fulminanten Börsengang von Ferrari dominiert.

Gegen 15.45 Uhr gewann der Dow Jones Industrial Index um 58,49 Einheiten oder 0,34 Prozent auf 17.275,60 Zähler. Der S&P-500 Index stieg 5,45 Punkte oder 0,27 Prozent auf 2.036,22 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gewann 18,63 Punkte oder 0,38 Prozent auf 4.899,61 Einheiten.

Von Konjunkturseite stehen keine wichtigen Daten auf der Agenda. Coca-Cola, Boeing, Ebay, Yahoo, General Motors, American Express, Texas Instruments sind nur einige prominente Namen, die zur Wochenmitte über ihre jüngste Geschäftsentwicklung berichteten bzw. berichten werden.

Der italienische Sportwagenbauer Ferrari zog mit seinem erfolgreichen "going public" die Aufmerksamkeit auf sich. Der erste Aktienkurs bei Ferrari lag bei 60 Dollar und damit um mehr als 15 Prozent über dem IPO-Kurs. Ferrari hatte die Aktien dank eines großen Anlegerinteresses mit 52 US-Dollar das Stück am oberen Ende der Preisspanne verkauft. Bisher gehörte die Nobelmarke zu 90 Prozent Fiat Chrysler (FCA). FCA hat den Anlegern nun neun Prozent der eigenen Papiere angeboten, mit der Option, ein weiteres Prozent an ausgewählte Investoren zu verkaufen.

Boeing gewannen zwei Prozent an Höhe. Gute Geschäfte in der Militär- und Raumfahrtsparte gaben dem Flugzeugbauer Rückenwind. Zudem hob der Airbus-Rivale aus den USA seine Prognosen für das laufende Jahr am Mittwoch wieder etwas an. Mehr ausgelieferte Verkehrsflugzeuge und ein höherer Umsatz sollen dem Konzern 2015 mehr Gewinn einspielen als zuletzt gedacht.

Auch die Aktien von General Motors (GM) stiegen mit plus 4,4 Prozent deutlich an. Der größte US-Autohersteller profitiert weiterhin von stabilen Geschäften in China und einem brummendem SUV-Absatz. Der operative Gewinn kletterte von 2,3 auf 3,1 Milliarden Dollar. Anleger hatten mit weniger gerechnet.

Der laufende Konzernumbau schlug beim Getränkekonzern Coca-Cola hingegen kräftig auf den Gewinn durch. Unter dem Strich rutschte der Überschuss im dritten Quartal auf 1,45 Milliarden US-Dollar. Dies war beinah ein Drittel weniger als im Vorjahr. Coca-Cola-Titel büßten 1,25 Prozent ein.

Das Internet-Urgestein Yahoo bleibt ein Sorgenkind. Gewinn und Umsatz sanken im abgelaufenen Geschäftsquartal. Die in der Kritik stehende Vorstandschefin Marissa Mayer will die Geschäfte durch eine Partnerschaft mit dem Suchmaschinenriesen Google ankurbeln. Investoren bangen zudem weiter um steuerfreie Milliarden aus einer Beteiligung am chinesischen Onlinehändler Alibaba. Yahoo-Aktien verloren 2,3 Prozent.

Unterdessen haben sich die Übernahmespekulationen in der US-Halbleiterbranche vom Vortag bewahrheitet. Wie der Chipkonzern Western Digital am Mittwoch ankündigte, will er sich den Rivalen Sandisk für rund 19 Milliarden US-Dollar einverleiben. Sandisk-Aktien gewannen daraufhin weitere 3,6 Prozent, nachdem sie sich bereits am Dienstag um mehr als 4 Prozent verteuert hatten. Western-Digital-Aktionäre finden die geplante Transaktion offenbar weniger attraktiv, denn die Aktien gaben um 0,48 Prozent ab. Am Vortag waren sie bereits um rund 7 Prozent nach unten gerauscht.