Börsengang

Vapiano ist jetzt 553 Millionen Euro wert

Vapiano Gregor Gerlach
© Reuters / dpa
Die deutschen Italo-Restaurants schafften den Sprung aufs Börsenparkett und expandieren in Österreich.
OE24 auf Google bevorzugen

Börse

Mit dem eingenommenen Geld will Vapiano Dutzende weitere Filialen weltweit eröffnen. Das Unternehmen hat 185 Restaurants in 31 Ländern rund um den Globus, davon 11 Restaurants in Österreich.

Börse

Allerdings hatte Vapiano bei seinen Preisvorstellungen im Vorfeld des Börsengangs Abstriche machen müssen: Der Pizza- und Pastaspezialist hatte ursprünglich bis zu 27 Euro je Aktie erlösen wollen. Während des Handels sackte die Aktie auch unter den Ausgabepreis. In solchen Fällen reagieren die beteiligten Banken mit Käufen, um den Kurs zu stützen.

Mit dem Geld - Vapiano fließen brutto 85 Millionen Euro zu - will die Kette vor allem im europäischen Ausland weitere Filialen eröffnen und hier insbesondere in Österreich, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und Frankreich. Bis Ende 2020 soll sich die Zahl der Restaurants auf beinahe 330 verdoppeln.

Das 2002 in Hamburg gegründete Unternehmen betreibt aktuell fast 190 Restaurants in mehr als 30 Ländern rund um den Globus. Wichtigster Einzelmarkt ist Deutschland, wo Vapiano etwa die Hälfte seines Geschäfts macht. Das Filialnetz reicht aber bis nach China und in die USA.

Vapiano ist vor allem für seine italienischen Nudel- und Pizzagerichte bekannt. Bestellt wird meist direkt an der Theke; die Kunden können dem Koch dann bei der Zubereitung zusehen. "Fast Casual Dining" heißt das in der Branche - ein Mittelding zwischen Fast-Food-Tempeln wie McDonald's und klassischen Restaurants mit Bedienung am Platz. Branchenkenner sehen gerade dieses Segment stark wachsen.

Börse

Von 2014 bis 2016 steigerte Vapiano seinen Umsatz von 152 Millionen auf knapp 249 Millionen Euro. Beliebt sind die Restaurants vor allem bei Berufstätigen für die Mittagspause und bei jungen Leuten. Einen Rückschlag musste das Unternehmen Ende 2015 hinnehmen, nach Vorwürfen von Mitarbeitern, es sei gammelige Ware verkauft worden. Vapiano verschärfte daraufhin die Kontrollen in den Filialen, die teilweise von Franchise-Nehmern betrieben werden. Firmenchef Halfmann erklärte das Thema vor dem Börsengang für erledigt.

Börse

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden