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Geplatzt

Volksbank-Verkauf an Bawag ist gescheitert

Merger zwischen Bawag und Volksbanken ist geplatzt. Nächste Verstaatlichung?

Der Zusammenschluss der Bawag mit der angeschlagenen Volksbanken AG (ÖVAG) ist geplatzt. Wie der Standard berichtet, sind die Gespräche zwischen dem Bawag-Eigentümer Cerberus und der ÖVAG abgebrochen worden.

Hintergrund: Ein großer Teil der praktisch selbstständigen Einzel-Volksbanken hätten gegen die Partnerschaft heftigen Widerstand geleistet, da der US-Hedgefond Cerberus im Zuge des Merger-Deals massive Durchgriffsrechte auf die Volksbanken verlangt hatte. Cerberus, der einen Ausstieg aus der Bawag ins Auge fasst, hätte damit den Verkaufspreis erhöhen können.

Bei den maroden Volksbanken - 2009 hatte die Bank mit einer Milliarde Euro abgeschlossen und hat eine Milliarde Staatskapital aufgenommen - muss man sich jetzt wieder auf Partnersuche begeben. Die Österreichische Nationalbank verlangt von der ÖVAG bereits dringend einen "Plan B", da an eine Eigenständigkeit mittelfristig nicht zu denken sei.

Das Problem: Ein ernsthafter Kaufinteressent ist nicht in Sicht. Bleibt vorerst nur eine Lösung, die Fiannazminister Josef Pröll unbedingt vermeiden will: die nächste Not-Verstaatlichung einer Bank.