Abschreibungen kamen der Volksbank teuer zu stehen

Fusion mit Investkredit

Volksbank zahlt 300 Mio. Staatsgeld zurück

Erste Tranche der Rückzahlung des 1 Mrd. Euro schweren staatlichen PS-Kapitals.

Die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) wird von ihren Kernaktionären, den 62 österreichischen Volksbanken, eine Kapitalspritze in Höhe von 300 Mio. Euro erhalten. In gleicher Höhe wird sie noch heuer eine erste Tranche des 1 Mrd. Euro schweren staatlichen PS-Kapitals zurückzahlen. Gleichzeitig wurde heute beschlossen, den Bankbetrieb der ÖVAG auf ihre Tochter, die Investkredit Bank AG, abzuspalten. Dies teilten die beiden Institute am Freitag im Vorfeld der am Montag geplanten ÖVAG-Bilanzpressekonferenz mit. Endgültig beschlossen soll dies am 19. Mai bei der Hauptversammlung werden.

Die beiden Institute werden auf diesem Wege wie schon länger geplant fusioniert. "So können wir nach der organisatorischen nun auch die formelle Zusammenführung von ÖVAG und Investkredit vollziehen und zudem die Abschichtung von Bundes-PS-Kapital mit maximaler Effizienz umsetzen", so ÖVAG-Generaldirektor Gerald Wenzel.

Die Eintragung der fusionierten Bank ins Firmenbuch ist für das zweite Halbjahr vorgesehen. Der Name der vereinten Bank wird "Österreichische Volksbanken-AG" lauten.

"Unsere Haupteigentümer, die 62 Volksbanken, haben die Grundsatzentscheidung getroffen, der Republik Österreich im heurigen Jahr die erste Tranche des Partizipationskapitals in Höhe von 300 Mio. Euro zurückzuzahlen", so Wenzel weiter. Das von den Volksbanken erworbene PS-Kapital soll in weitere Folge in Stammkapital umgewandelt werden.

Die Kapitalmaßnahme könne als volle Unterstützung der neuen Strategie der ÖVAG gewertet werden, betont Aufsichtsratspräsident Hans Hofinger. "Die initiierten und umgesetzten Maßnahmen bilden die Basis für eine nachhaltig gesunde und in ihrem Kerngeschäft noch stärkere ÖVAG", so Hofinger.