Wut-
Demos gegen Banken

Jetzt auch bei uns

Wut-
Demos gegen Banken

Am Samstag demonstrierten Tausende weltweit gegen Banken und das Finanzsystem.

Der Samstag wurde zum Tag der Wut-Bürger: Hunderttausende gingen gestern von Sydney bis Frankfurt, von Tokio bis Wien auf die Straße, um gegen das herrschende System zu protestieren. In New York gab es bei einer Großdemo mehr als 70 Festnahmen.

Im Visier der Demonstranten: Banken, Finanz-Haie und Spekulanten, die ihrer Meinung nach die aktuelle Krise ausgelöst haben.
Hotspot war die italienische Hauptstadt mit 200.000 Demonstranten, aber auch in Berlin protestierten 5.000, in Wien gingen 1.400 Menschen für mehr Demokratie und gegen die Finanzbranche auf die Straße. Ausschreitungen. Am Schluss gab es Proteste in 82 Ländern und fast 1.000 Städten. Während die Demos in Österreich friedlich verliefen, kam es in Rom am Abend zu schweren Ausschreitungen: Autos wurden in Brand gesetzt, Polizisten mit Steinen beworfen, Banken zerstört.
Doch was steht eigentlich hinter der „Occupy“-Bewegung, die für die größte Demo des Jahres verantwortlich ist? Peter Wurm, einer der Initiatoren von „Occupy Austria“, erklärt es im Gespräch mit ÖSTERREICH so: „Die Zustände, in denen wir leben, sind unerträglich geworden. Wir treten für eine neue Demokratie und ein anderes Wirtschaftssystem ein.“

„Make love, not profit“. Hintergrund: Schon seit Mitte September besetzt „Occupy Wall Street“ einen Park in Manhattan, immer wieder gibt es Demos mit Tausenden Teilnehmern gegen die ungleiche Verteilung von Reichtum und die anhaltende Arbeitslosigkeit. Jetzt greift die Bewegung um sich.
Bilanz für die ersten Proteste in Österreich: An der Innsbrucker Annasäule versammelten sich gestern Mittag 300 Menschen, in Salzburg 200, in Wien zogen am Nachmittag 1.500 Demonstranten durch die Stadt.

Diashow: Diashow: Proteste gegen Berlusconi in Rom - BILDER

Diashow: Proteste gegen Berlusconi in Rom - BILDER

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    Dana Müllejans