Gewinnmitnahmen und Geopolitik belasten Dow Jones

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Freitag unter dem Druck von Gewinnmitnahmen und geopolitischen Spannungen einhellig schwächer geschlossen. Der Dow Jones verlor 0,72 Prozent auf 16.960,57 Zähler.

Bei den Einzelwerten wurden Anleger von einigen Quartalszahlen enttäuscht. So rauschten etwa Amazon-Aktien um 9,65 Prozent auf 324,01 Dollar abwärts. Von April bis Juni machte der Internet-Händler aus Seattle einen Nettoverlust von 126 Mio. Dollar - fast doppelt so viel wie von Analysten erwartet. Vor einem Jahr lag das Minus bei 7 Mio. Euro.

Visa rasselten nach enttäuschenden Quartalszahlen mit minus 3,58 Prozent auf 214,77 Dollar ans untere Ende des Dow Jones. Der weltgrößte Kreditkartenanbieter senkte nach seinen Zahlen zum dritten Quartal seine Umsatzprognose. Das Unternehmen rechnet wegen der anhaltenden Dollarstärke mit einem geringeren Einnahmen-Zuwachs als bisher.

Die Titel des Pharmaunternehmens AbbVie verloren 1,66 Prozent und konnten damit vorbörsliche Gewinne nicht halten. Im zweiten Quartal hatte das Unternehmen die Erwartung bezüglich Gewinn je Aktie übertroffen. Zudem brachen die Anteilsscheine des Internetradios Pandora um 10,34 Prozent ein, nachdem dessen Quartalsverlust im zweiten Jahresviertel höher als erwartet ausgefallen war. Die Ratingagentur Moody's übertraf die Erwartungen mit ihrem Gewinn im zweiten Quartal, die Aktien fielen dennoch um 0,93 Prozent.