GM sucht nach Käufer für Geländewagensparte Hummer

GM gewährt Hummer-Geländewagen Gnadenfrist

General Motors gibt seiner verlustreichen Geländewagen-Marke Hummer noch eine Chance. Der US-Autokonzern verlängerte die Verträge mit den verbliebenen 153 heimischen Händlern um 60 Tage, um Zeit zu gewinnen, doch noch einen Käufer zu finden. Es gebe "mehrere" Interessenten, bestätigte Hummer-Chef Jim Taylor. Er wolle nun zuerst einmal herausfinden, wie ernsthaft die vorliegenden Angebote seien.

"Wir tun alles in unserer Macht stehende, das in den kommenden Monaten über die Bühne zu bringen", sagte Taylor im Interview mit der Fachzeitschrift "Automotive News". GM-Chef Edward Whitacre hat ihm Zeit bis zum 1. Mai gegeben.

GM hatte angekündigt, nach dem Platzen des Hummer-Verkaufs nach China die Marke einstellen zu wollen. Auch die schwedische GM-Marke Saab war noch an den niederländischen Sportwagenbauer Spyker verkauft worden, während das Ende schon nahe schien.

Die Geländewagen-Marke mit dem markanten kantigen Design hatte GM zuletzt viel Kummer bereitet. Hohe Spritpreise und die Wirtschaftskrise ließen die Verkäufe schrumpfen. Auf dem wichtigen Heimatmarkt wurde GM im vergangenen Jahr gerade mal gut 9.000 Hummer los - drei Jahre zuvor waren es noch mehr als 71.000 gewesen.

GM und die Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery Co hatten im Oktober vergangenen Jahres die Übernahme vereinbart. Die chinesische Regierung verweigerte jedoch ihre Zustimmung, weil die spritdurstigen Geländewagen das Ziel torpedieren würden, die Umweltverschmutzung zu senken. Der Verkauf sollte für eine Übergangszeit 3000 Stellen in den GM-Werken sichern.