Grossnigg steigt bei Domoferm ein

70 Prozent-Übernahme

Grossnigg steigt bei Domoferm ein

Sanierer will neuen Geschäftsführer einsetzen.

Der niederösterreichische Stahltürenhersteller Domoferm hat einen neuen Eigentümer. Der Investor und Sanierer Erhard Grossnigg hat mit seiner Austro Holding 70 Prozent des Unternehmens übernommen, schreiben "WirtschaftsBlatt" und "Krone" am Dienstag. 30 Prozent bleiben im Besitz der Privatstiftung von Domoferm-Gründer Walter Neumayer. Kaufpreis wurde keiner genannt.

Ursprünglich wollte der deutsche Branchenriese Hörmann Domoferm zur Gänze übernehmen, die Wettbewerbshüter hatten aber Bedenken angemeldet. Beim nunmehrigen Einstieg von Investor Grossnigg sind laut "WirtschaftsBlatt" hingegen keine Probleme bei der noch laufenden kartellrechtlichen Prüfung zu erwarten. Der neue Mehrheitseigentümer Grossnigg will der Zeitung zufolge von seinem Recht, einen neuen Geschäftsführer einzusetzen, Gebrauch machen. Geschäftsführer Guido Felix hatte das Unternehmen kürzlich verlassen, interimistisch leitet nun Finanzchef Franz Kindermann die Gruppe.

Domoferm setzte zuletzt mit 1.100 Mitarbeitern 117 Mio. Euro um und unterhält neben dem Hauptsitz in Gänserndorf zwei Produktionsstandorte für Zargen, Türe und Tore in Deutschland und einen in Tschechien, darüber hinaus Vertriebsniederlassungen in Russland, Polen, Holland, Italien, Ungarn und Kroatien.

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