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Hugo Boss: Schwaches Q3

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Der deutsche Modekonzern macht die Wirtschaftskrise und die damit verbundene Kaufzurückhaltung der Verbraucher schwer zu schaffen. Vor allem in Osteuropa und in einigen südeuropäischen Märkten läuft das Geschäft schlecht.

Der Konzern schließt deshalb unrentable Läden. In den Monaten Juni bis August sank der Umsatz von 533 auf 450,4 Mio. Euro. Das EBIT verringerte sich von 108 auf 73,4 Mio. Euro. Unterm Strich fiel ein Überschuss von 51,5 Mio. Euro an, nach 68,5 Mio. Euro im Vorjahr. Mit den Zahlen enttäuschte Deutschlands führendes Modehaus die Analystenerwartungen auf ganzer Linie.

Nach 9 Monaten schrumpfte der Konzernumsatz um neun Prozent auf 1,238 Mrd. Euro, wie Hugo Boss im schwäbischen Metzingen mitteilte. Noch stärker sank der um Sondereffekte - etwa aus der Schließung von eigenen Ladengeschäften - bereinigte operative Gewinn (EBITDA), der mit 224 Mio. Euro binnen Jahresfrist um 13 % nachgab. Die vom Management als zentrale Kenngröße ausgegebene bereinigte Ebitda-Marge schrumpfte daher um 0,8 Prozentpunkte auf 18,1 %.

Den Anlegern hatte der vor gut einem Jahr von Dior zu Hugo Boss gewechselte Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs hingegen eine Verbesserung der Rentabilität in diesem Jahr versprochen. Davon verabschiedete sich das Management inzwischen und rechnet nun nur noch mit einer operativen Marge auf dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 17 %.

Der Umsatz wird 2009 unter dem Vorjahreswert von 1,686 Mrd. Euro liegen, bekräftigte der Vorstand seine bisherigen Erwartungen. Profitables Wachstum sei erst wieder 2010 zu erwarten, stellte der Konzern in Aussicht.

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