Ifo-Geschäftsklima trübt sich den vierten Monat in Folge ein

Die Schuldenkrise in Europa und die nachlassende Weltkonjunktur haben die Stimmung der deutschen Firmenchefs im Oktober den vierten Monat in Folge gedrückt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel auf 106,4 von 107,4 Punkten im Vormonat. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 106,3 Zähler gerechnet.

Die 7.000 befragten Manager schätzten sowohl die Aussichten für die kommenden sechs Monate als auch die aktuelle Lage schlechter ein. Das Barometer für die Konjunkturerwartungen fiel wie erwartet auf 97,0 von 97,9 Punkten. Der Lage-Index sank auf 116,7 von 117,9 Zählern, während Analysten 116,8 Punkte vorausgesagt hatten. Der Ifo-Index ist das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer.

Die deutsche Bundesregierung geht davon aus, dass Wirtschaftsleistung am Jahresende stagniert. Eine Rezession befürchtet sie aber nicht. Für 2012 sagt sie ein Wachstum von 1,0 Prozent voraus, für das zu Ende gehende Jahr werden 2,9 Prozent prognostiziert.