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Marc Friedrich

Bestseller-Autor warnt: "Unser Geldsystem steckt in der Krise, setzt auf Bitcoin und Gold"

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Der deutsche Bestseller-Autor Marc Friedrich warnt vor einer zweiten, noch höheren Inflationswelle und dem Ende des Geldsystems. Im oe24-Interview spricht er über die Schuldenberge der Staaten, sein neues Buch und die Revolution durch die Kryptowährung Bitcoin.

In seinem neuen Buch "Die größte Revolution aller Zeiten" kündigt Autor Marc Friedrich eine große Systemkrise an. Untertitel: "Warum unser Geld stirbt und wie Sie davon profitieren". Das Werk erscheint am 23. Jänner.

Friedrich: "Zweite Inflationswelle kommt"

Im oe24-Interview sagt Friedrich: "Die Inflation wird erst einmal sinken, aber ich habe schlechte Nachrichten. Es wird eine zweite Inflationswelle geben, die wird deutlich höher sein als die erste. Dann werden wir zweistellige Inflationsraten haben."

Er erklärt warum er das so sieht: "Die 2. Inflationswelle wird kommen durch steigende Ölpreise. Wir sehen geopolitische Anspannung, Iran und so weiter. Wenn der Suezkanal dicht ist, ist der Ölpreis bei 90 oder 100 Dollar. Öl ist in allen Produkten drin. Dann wird es happig für uns. Ich erwarte das für Ende des Jahres."

Euro hat seit Einführung 40 % an Kaufkraft verloren

"Der Euro hat jetzt schon offiziell seit Einführung 40 % an Kaufkraft verloren", sagt Friedrich. "Gegenüber Gold und Bitcoin sogar 90 %. Hätte die EZB nicht alle Maastricht-Regeln gebrochen und die Bilanzsumme auf 9 Billionen Euro hochgefahren, wäre der Euro schon längst finito."

Parallel dazu gebe es "enorm steigende Schulden der Staaten", man müsse immer wieder "Banken retten" und sehe jetzt den "digitalen Euro als Rettung, weil die Bürger das Geld dann nicht mehr als Bargeld von der Bank abziehen können". 

Bestseller-Autor und Bitcoin-Bulle Marc Friedrich (rechts) im oe24.TV-Studio mit Redakteur Brüstle.

Der deutsche Bestseller-Autor und Bitcoin-Bulle Marc Friedrich (rechts) im oe24.TV-Studio mit Journalist Aaron Brüstle.

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× Bestseller-Autor und Bitcoin-Bulle Marc Friedrich (rechts) im oe24.TV-Studio mit Redakteur Brüstle.
 

"Noch mehr Schulden, man pumpt immer mehr Geld ins System"

Aber die Finanzkrise 2008 hat man doch überstanden, der Crash ist so nicht gekommen? Auf diesen Einwand antwortet Friedrich: "Wenn man rausguckt, sieht man den Crash seit Jahren. Es kommen immer wieder Krisen. Die werden immer heftiger. Das einzige was man macht, ist noch mehr Schulden. Man pumpt immer mehr Geld ins System. Damit kauft man sich nur teuer Zeit, die Bürger werden immer ärmer im jetzigen System."

"Wer kann sich denn noch Wohnraum in Wien leisten?", spricht Friedrich die Teuerung bei Immobilien an.

"Bitcoin ist die Trennung von Geld und Staat"

Bitcoin ist das allererste Mal, das Geld und Staat getrennt werden, betont Friedrich. Bitcoin sei dezentral, limitiert und ein grenzenüberschreitendes Geldsystem. 

Prognose: Über 100.000 Dollar pro Bitcoin

Der Bestseller-Finanzautor ist sicher: "Bitcoin und auch Gold müssen in jedes Portfolio rein."

"Bitcoin hat eine Wertspeicher-Funktion im Gegenteil zum Euro", sagt Friedrich. Er nimmt an, dass jetzt nach dem Hype um die Zulassung mehrerer Bitcoin-ETF an der US-Börse erstmals nach unten gehen wird. "Ich würde im Bereich von 30.000 Dollar pro Bitcoin kaufen." 

Der Bitcoin-Bulle nennt als Preis-Ziel für das Jahr 2026 eine Summe von 150.000 bis 210.000 Dollar pro Bitcoin. Gleichzeitig warnt er: "Bitcoin kann immer noch scheitern. Unwahrscheinlich zwar, aber möglich." Man soll nie mehr investieren, als man als Verlust verkraften kann.

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