Immobilienpreise in Wien stagnieren

Leichtes Aufatmen

Immobilienpreise in Wien stagnieren

Es gibt allerdings Unterschiede zwischen großen und kleinen Objekten.

Die Immobilienpreise in Wien sind in der Vergangenheit stetig stark gestiegen - doch nun scheint sich der Markt zu entspannen. Laut Immo-Barometer des Portals FindMyHome.at hat es sowohl bei Miet- als auch bei Eigentumsimmobilien im zweiten Quartal dieses Jahres keine nennenswerten Veränderungen gegeben, hieß es in einer Aussendung am Dienstag. "Der große Hype scheint vorüber zu sein. Wer investieren wollte, um sein Geld sicher anzulegen, hat es in den letzten Jahren schon gemacht", erklärten Bernd Gabel-Hlawa und Benedikt Gabriel vom FindMyHome.at die Marktlage.

Stagnation
Der Quadratmeter Eigentum sei um durchschnittlich 4.260 Euro zu haben, im ersten Quartal lag der Preis bei 4.270 Euro. Die Brutto-Mietpreise inklusive Betriebskosten und Umsatzsteuer sind geringfügig von 14,50 auf 14,60 Euro gestiegen.

Deutliche preisliche Unterschiede ergeben sich jedoch, wenn man die Immobiliengrößen betrachtet. Eigentumsobjekte mit mehr als 120 Quadratmetern seien sehr gefragt. Hier würden im Schnitt 4.900 Euro pro Quadratmeter verlangt. Günstiger seien hingegen Immobilien zwischen 50 bis 80 Quadratmetern mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 3.968 Euro zu haben. Sie kosten damit um 23,5 Prozent weniger als große Wohneinheiten.

Miete verläuft gegensätzlich

Gegensätzlich verhalten sich die Preise bei Mietwohnungen: Hier seien Immobilien zwischen 50 bis 80 Quadratmetern besonders begehrt und würden mit 14,57 Euro pro Quadratmeter einen deutlich höheren Durchschnittspreis erzielen als Einheiten von mehr als 120 Quadratmetern. Bei diesen werde ein Quadratmeterpreis von 13,73 Euro verlangt - um sechs Prozent weniger als bei kleineren Objekten.

"Größere Immobilien mit einer Fläche von 120 Quadratmetern und mehr sind derzeit aufgrund der volatilen Wirtschaftslage schwierig vermittelbar", führten Gabel-Hlawa und Gabriel aus. Die Objekte stünden oft mehrere Monate leer: "Arbeitslosigkeit und Wirtschaftslage haben einen deutlichen Einfluss auf die Preisentwicklung." Für das verbleibende Jahr werde mit einem abgeflachten Wachstum gerechnet.