Kauflaune trotz Schlechtwettes ungebrochen

3. Einkaufssamstag

Kauflaune trotz Schlechtwettes ungebrochen

In Österreich rechnet der Handel mit 2 bis 3% mehr Umsatz als im Vorjahr.

Das winterliche Wetter am gestrigen dritten Einkaufssamstag hat den Händlern in Österreich fast einen Strich durch die Weihnachtsrechnung gemacht. In vielen Bundesländern lief das Geschäft am Vormittag nur schleppend an, gegen Mittag, als sich der Regen bzw. Schneefall allmählich legte, kamen die Österreicher aber doch in Kauflaune. Auch beim großen Nachbarn Deutschland hat das Weihnachtsgeschäft am dritten Adventswochenende wieder Fahrt aufgenommen.

WK: 2 bis 3% Umsatzsteigerung
Fritz Aichinger, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), gab sich in jedem Fall zuversichtlich und meinte, man liege im Plan und werde die erwartete Umsatzsteigerung von zwei bis drei Prozent erreichen. 2009 hat der Handel in der Adventzeit österreichweit 1,57 Mrd. Euro zusätzlich umgesetzt.

Wiener Handel zufrieden
"Zufrieden, aber nicht euphorisch" war man heute in Wien. Rund 750.000 Menschen - und damit um 20.000 weniger als in der Vorwoche - waren in den Einkaufsstraßen der Bundeshauptstadt unterwegs. Doch die Menschen, die sich heute trotz Wind und Regen aus ihren Wohnungen und Häusern wagten, sollen den Händlern steigende Umsätze beschert haben, hörte man von Wiens Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank. In Niederösterreich trieb das Wetter die Kunden von den Einkaufsstraßen in die Einkaufszentren. Im Burgenland hat der dritte Einkaufssamstag dem Handel laut Wirtschaftskammer Burgenland das bisher beste Ergebnis im diesjährigen Weihnachtsgeschäft eingebracht.

Später Shopping-Start in Tirol
In Tirol kam das Geschäft erst gegen Mittag ins Laufen, als der heftige Schneefall etwas nachließ. Etwas später als an den vorhergegangenen beiden Weihnachtssamstagen strömten diesmal auch die Steirer in die Geschäfte. Einzige Ausnahme war die Shopping City Seiersberg, wo sich die Parkplätze schon in der Früh füllten. "Heuer toppen wir alle bisherigen Erfolge" zeigte sich Shopping City Seiersberg-Leiter Peter Panwinkler sehr erfreut. Rund 60.000 bis 65.000 Besucher dürften sich seiner Einschätzung nach heute in dem Shoppingtempel herumgetrieben haben.

OÖ: "Highlife in den Geschäften"
"Etwas weniger Kundenfrequenz entlang der Landstraße, dafür Highlife in den Geschäften", so beschrieb der Leiter der Passage an der Linzer Landstraße, Werner Prödl, das Geschäft am Samstag. Das regnerische Wetter hätte diesmal keine "Bummler", sondern eher zielgerichtete Käufer angelockt. "Jubel, Trubel, Heiterkeit" herrsche unter den Kaufleuten des größten Einkaufszentrums, der PlusCity in Pasching bei Linz. "Es geht anständig zu, dieser Samstag wird sicher der beste bis jetzt im Weihnachtsgeschäft", meinte Egbert Holz vom max.center in Wels.

Gutschein-Boom in Salzburg
In Salzburg werden heuer offenbar viele Gutscheine unter den Christbäumen liegen. Der mit Gutscheinen erwirtschaftete Umsatz liege bei über 800.000 Euro, laut dem Obmann des Altstadtverbandes, Helmut Mayr, ein Rekord. "Wir peilen heuer die Millionengrenze an", sagte Mayr. Das Geschäft sei besser gelaufen als am 8. Dezember. "Rundum zufrieden" war man auch in Vorarlberg.

Deutschland: Kunden stürmen Geschäfte
Auch in Deutschland hat das Weihnachtsgeschäft am dritten Adventswochenende wieder Fahrt aufgenommen. Nachdem Schnee und Eis die Kauflaune unter der Woche gebremst hätten, seien die Kunden am Samstag wieder in die Geschäft geströmt, teilte der Branchenverband HDE am Sonntag mit. In der Summe sei die Woche vor dem dritten Advent damit deutlich besser gelaufen als im vergangenen Jahr.

Im Vergleich zum Weihnachtsgeschäft 2009 rechne man daher weiter mit einem Umsatzplus von 2,5 Prozent, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Dabei baut er vor allem auf die verbliebenen zwei Wochen bis zur Bescherung. "Jetzt beginnt der Endspurt im Weihnachtsgeschäft." In den Wochen vor Heiligabend macht der Handel traditionell ein Fünftel seines Jahresumsatzes.