Kelag investiert 2009 insgesamt 172 Mio. Euro
Größtes Einzelprojekt im Investitionsprogramm ist die Erweiterung des Pumpspeicherkraftwerkes Feldsee in Oberkärnten. Dabei werden zwei bestehende Speicher verbunden, was die Stromerzeugungskapazität um 300 Mio. kWh erhöht. Ans Netz soll das Kraftwerk 2011 gehen, der Spatenstich erfolgt am (morgigen) Samstag. Ebenfalls knapp vor der Umsetzung sind die Projekte "Speicherpumpe Koralpe" und Kraftwerk Gailitz, wo drei "uralte" Kleinkraftwerke durch eine moderne Anlage ersetzt werden.
Die Eigenerzeugung der Kelag wird nach Realisierung dieser Projekte von derzeit einer Mrd. kWh auf 1,4 Mrd. kWh erhöht. Mit den Bezugsrechten an Drau und Donau wird die Eigenerzeugung dann rund 2,8 Mrd. kWh betragen, "ausschließlich aus Wasserkraft", wie Egger betonte. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen rund 4 Mrd. kWh an Endkunden geliefert, langfristiges Ziel ist es, so Egger, den gesamten Bedarf aus eigener Erzeugung zu decken.
"Wir haben die Voraussetzungen, die bestehenden Anlagen auszubauen, ohne größere Eingriffe in die Natur vornehmen zu müssen", so der Kelag-Vorstand. Diese Möglichkeiten müsse man nutzen, damit leiste man auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Sechs kleinere Projekte seien derzeit im Planungsstadium.
Mehr als die Hälfte der dieses Jahr geplanten Investitionen geht aber in den Netzausbau. Die Anlagen seien zum Teil am Ende ihrer Lebensdauer, auch müssten die Kapazitäten erweitert werden, da der Bedarf ständig steige.
Vorstand Armin Wiersma rechnete vor, dass die Investitionen seines Unternehmens rund 1.300 Arbeitsplätze sichere: "Wir sind Motor für die regionale Wirtschaft und auch Jobmotor." Zudem generiere man durch die Energieberatungen, die man bei Privaten und Firmen durchführe, Investitionen im Ausmaß von 30 Mio. Euro, etwa für thermische Sanierungen.
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