Große Änderung

Neuer Geschmack: Manner-Chef kündigt Schnitten-Hammer an

Der Geschmack der Mannerschnitten wird sich verändern.

Beim Wiener Traditionsunternehmen Manner stehen Veränderungen an – auch bei der Rezeptur der ikonischen Mannerschnitten. Hintergrund sind steigende Rohstoffpreise, veränderte Konsumgewohnheiten und wachsender regulatorischer Druck.

CEO Dieter Messner macht im Interview mit dem Kurier deutlich, dass Anpassungen unvermeidbar sind – allerdings mit klaren Grenzen. Eine Verschlechterung der Qualität schließt er aus: „Qualität mindern ist für uns No-Go.“ Stattdessen liegt der Fokus auf einer gezielten Veränderung einzelner Bestandteile.

Zuckergehalt

Konkret geht es vor allem um den Zuckergehalt. Messner sagt dazu: „Was wir ändern werden, ist das Thema Zucker. Der Zuckerreduktion können wir uns nicht verschließen und das greifen wir auch an.“ Damit reagiert das Unternehmen nicht nur auf gesundheitspolitische Debatten, sondern auch auf internationale Geschmacksunterschiede. So räumt der CEO ein: „Geschmack ist was Gelerntes. Für das Ausland werden wir uns überlegen, wie wir damit umgehen.“ Zuvor hatte er bereits angedeutet, dass die Schnitte etwa in Deutschland oft als zu süß wahrgenommen wird.

Die Rezepturänderung ist damit weniger eine radikale Neuausrichtung als vielmehr eine vorsichtige Anpassung an neue Marktbedingungen. Parallel kämpft Manner mit massiv gestiegenen Rohstoffkosten – etwa beim Kakao, dessen Preis sich zeitweise vervierfacht hat – sowie mit Unsicherheiten bei der Haselnussversorgung.

Auch regulatorische Vorgaben spielen eine Rolle: Die klassische Verpackung könnte wegen mangelnder Recyclingfähigkeit künftig verändert werden müssen. All diese Faktoren erhöhen den Druck auf das Unternehmen, flexibler und effizienter zu werden.

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