Libor-Händler und Deutsche Bank streiten weiter

Im Streit um die fristlose Kündigung von vier Libor-Händlern der Deutschen Bank sind die Vergleichsverhandlungen am Montag erneut vertagt worden. Ein weiterer Güterichtertermin sei nun für den 8. September geplant, sagte ein Sprecher des Landesarbeitsgerichts Frankfurt. Die Deutsche Bank wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem laufenden Verfahren äußern.

Der Anwalt der Händler hatte vor Beginn des Güterichterverfahrens erklärt, Ziel seiner Mandaten sei eine Weiterbeschäftigung bei der Deutschen Bank. Es könnte in den Verhandlungen aber schwerpunktmäßig auch um die Höhe möglicher Abfindungen gehen.

Die vier Mitarbeiter waren über Jahre an der Festsetzung der wichtigen Referenzzinssätze Euribor und Libor beteiligt. Die Bank wirft den Männern vor, sich per Chat und E-Mail verbotenerweise auch mit Derivate-Händlern im eigenen Haus ausgetauscht zu haben. Das Arbeitsgericht Frankfurt hatte geurteilt, die fristlosen Kündigungen seien "unverhältnismäßig". In der Bank habe es zu dem Bereich damals keine konkreten Richtlinien und Kontrollen gegeben.

Das Landesarbeitsgericht hatte am 18. Juli eine Frist bis zum 19. September gesetzt, um unter Moderation eines Richters eine Lösung zu finden. Scheitert das Güterichterverfahren, wird das Gericht am 19. September erneut über die Klagen der Händler gegen ihre fristlose Entlassung verhandeln (Az.: 14 Sa 1328/13 bis 14 Sa 1331/13).

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