Trotz des angekündigten Pilotenstreiks will die deutsche Airline Lufthansa einen Großteil ihres Flugplans aufrechterhalten. Mehr als die Hälfte der Flüge soll laut Sonderflugplan dennoch stattfinden.
Die Fluggesellschaft Lufthansa will trotz des für Donnerstag und Freitag angekündigten Streiks mehr als 50 Prozent ihres ursprünglichen Flugprogramms durchführen
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Auf der Langstrecke sollen sogar 60 Prozent der Flüge stattfinden. Auch die Frachttochter Lufthansa Cargo werde trotz des Ausstands mehr als 80 Prozent ihres Programms fliegen.
Betrieb dank freiwilliger Piloten
Möglich sei der vergleichsweise stabile Betrieb vor allem durch Piloten, die sich freiwillig für Einsätze gemeldet hätten, erklärte Francesco Sciortino von Lufthansa Airlines. Zudem will die Airline größere Flugzeuge einsetzen und Partner-Airlines nutzen, um möglichst viele Passagiere ans Ziel zu bringen. Personalvorstand Michael Niggemann übte unterdessen scharfe Kritik an der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Die Eskalation sei "in keiner Weise nachvollziehbar", sagte der Manager.
Ausnahmen wegen Iran-Krieg
Die VC hat ihre Mitglieder zu einem Streik von Donnerstag, 00.01 Uhr, bis Freitag, 23.59 Uhr, aufgerufen.
Bestimmte Flüge sind jedoch ausgenommen, insbesondere Verbindungen in den Nahen Osten. Hintergrund ist die angespannte Sicherheitslage wegen des Krieges mit Iran. Betroffen ist etwa eine Verbindung in die saudi-arabische Hauptstadt Riad.
Tarifstreit als Auslöser
Hintergrund des Konflikts sind die ergebnislosen Tarifverhandlungen über die Vergütung bei der CityLine sowie über die betriebliche Altersversorgung bei der Kernmarke und der Frachtsparte. Bereits Mitte Februar hatte die Pilotenvertretung zeitgleich mit der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO einen Tag lang gestreikt. Damals fielen rund 800 Flüge aus, fast 100.000 Passagiere waren betroffen.