Muss mehr einsparen als bisher bekannt

Lufthansa will bis Jahresende 1 Mrd. Euro sparen

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Der deutsche Lufthansa-Konzern muss angesichts der Krise im Luftfahrtgeschäft noch mehr einsparen als bisher bekannt. Die potenzielle AUA-Käuferin werde noch im Juli ein Sparpaket im Gesamtausmaß von einer Mrd. Euro beschließen, sagte der Luftfahrtexperte Kurt Hofmann am Sonntagabend in der ORF-Diskussionssendung "Im Zentrum".

Die Lufthansa-Führung hatte vor knapp zwei Wochen eine Verschärfung des Sparkurses angekündigt. Über eine Kürzung des Angebots und geringere Material- und Marketingkosten sollen im laufenden Jahr 300 Mio. Euro eingespart werden, hieß es damals. Auch von einer Ausweitung der Kurzarbeit war die Rede, von der bisher vor allem der Frachtbereich betroffen war. Laut Hofmann soll die Kurzarbeit nun den gesamten Passagierbereich treffen.

Die Übernahme der AUA durch die Lufthansa werde dennoch durchgehen, glaubt der Airlineexperte. Auch AUA-Aktionär Hans Schmid, der mit einer Investorengruppe bis zum mittlerweile akzeptierten Übernahmeangebot der Lufthansa rund 5 Prozent gehalten hatte, glaubt, dass "im Augenblick die Lufthansa die einzige Lösung ist".

Er warf der heimischen Politik neuerlich vor, den Verkauf der AUA nicht rechtzeitig in die Wege geleitet zu haben, obwohl ein Gutachten der Beraterfirma Roland Berger bereits im Frühjahr 2006 deutlich gemacht habe, dass eine "stand-alone"-Variante der Tod für die heimische Fluglinie sei. Damals sei "unfassbar wertvolle Zeit verloren gegangen". Dieses Versäumnis ist unentschuldbar und muss meiner Meinung nach überprüft werden, sagte Schmid in der ORF-Diskussion.

Der Flugunternehmer Niki Lauda will mit seiner Billigairline "FlyNiki" von den geplanten Auflagen für die AUA bei der geplanten Übernahme durch die deutsche Kranich-Airline profitieren. Jetzt fliege er mit zwölf Flugzeugen und habe 500 Mitarbeiter - über seine eigene Leiharbeitsfirma. Wenn die Einschnitte kommen, werde er auf 15 Flugzeuge und 800 Mitarbeiter aufstocken.

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