Mediaprint fährt operativen Verlust ein

Zahlen für 2008/09

Mediaprint fährt operativen Verlust ein

Die Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag Gesmbh & Co KG, die gemeinsame Verlags-, Anzeigen- und Vertriebsgesellschaft von "Kronen Zeitung" und "Kurier", hat im Geschäftsjahr 2008/09 (bis Juni 2009) einen operativen Verlust (EBIT) von 6,5 Mio. Euro erwirtschaftet. Im Jahr davor hatte es noch einen Gewinn von 10,1 Mio. Euro gegeben.

Beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wies die Mediaprint - nach Erträgen aus Beteiligungen von 9,5 Mio. Euro - einen Gewinn von 1,3 Mio. Euro aus: Um 93 % weniger als im Jahr davor (18,8 Mio. Euro). Drei Jahre zuvor machte das EGT noch 35,4 Mio. Euro aus.

Der Umsatz der Mediaprint fiel im gleichen Zeitraum um gut 5 % von 488,1 Mio. Euro auf 463,6 Mio. Euro. Die Zahl der Mitarbeiter ging von 1.225 auf 1.184 geringfügig zurück.

Bei der Mediaprint führt man die Rückgänge darauf zurück, dass das Geschäftsjahr 2008/2009 "wesentlich von der allgemeinen Wirtschaftskrise geprägt war", wie es im Lagebericht des Jahresabschlusses heißt. Ein "massiver Rückgang der Anzeigenumsätze" sei die Folge gewesen.

Für die Mediaprint gelte es "neben den in vorangegangenen Geschäftsjahren eingeleiteten Kosten- und Qualitätsmanagementmaßnahmen Aktivitäten zur Bewältigung der allgemeinen Wirtschaftskrise zu ergreifen". Dies allein werde jedoch nicht zur Erreichung der Unternehmensziele ausreichen, "verstärkte Maßnahmen zur Generierung von Umsätzen und Strukturmaßnahmen zur Kostensenkung" seien dazu erforderlich.

Die Ergebnisentwicklung der ersten Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 lasse vermuten, dass eine nachhaltige "Verbesserung der allgemeinen wirtschaftlichen Situation nicht unmittelbar bevor steht", heißt es im Jahresabschluss weiter.

Mediaprint-Geschäftsführer Bernhard Schneider führt das Ergebnis im "Standard" auf die "schlechte Konjunktur" zurück. Das aktuelle Geschäftsjahr werde besser ausfallen.