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Bundesliga-Rechte

TV-Streit beendet: ORF und Sky siegen

Die Entscheidung ist gefallen: Die Bundesliga-TV-Rechte bleiben bei ORF und Sky. Servus-TV (Mateschitz) ist der große Verlierer!

Das Ringstraßen-Hotel Marriott gestern, 20.54 Uhr. Aufatmen bei den ORF-Granden Wrabetz (Generaldirektor), Oberhauser (Info-Chef) und Trost (Sport-Chef), die vor dem Festsaal D ausharren.

Fast sieben Stunden haben die 20 Klub-Präsidenten auf der außerordentlichen Hauptversammlung getagt – dann stand fest: Es bleibt (fast) alles beim Alten. ORF (36 Partien, darunter alle Sonntag-Spiele) und Sky (alle 180 Spiele) übertragen die Bundesliga live im TV. Neu: Es gibt viel mehr Geld für die Liga!

Drei-Jahres-Vertrag, 17 Millionen pro Saison

Damit hat sich der Poker von Rapid-Präsident Rudolf Edlinger (er hatte die ursprüngliche Abstimmung Mitte Jänner platzen lassen) voll ausgezahlt. Statt der 14,2 Mio. Euro aus dem ursprünglichen Angebot werden jetzt 17 Mio. Euro in die Vereins-Kassen gespült, wobei eine Samstag-Abend-Show noch verkauft wird. Macht insgesamt 51 Mio. Euro in 3 Jahren, für die der Vertrag abgeschlossen wurde.

Gestern hatten vier Mitbieter ihre Pakete präsentiert: Sky, Servus-TV, die Schweizer Rechte-Agentur Kentaro – und der ORF. Doch trotz langer Diskussionen lief alles Richtung ORF & Sky. Das ambitionierte Angebot des Mateschitz-Senders Servus-TV, der für das Gesamtpaket inklusive Show 19 Mio. Euro geboten hatte, wurde abgelehnt.

Ausschlaggebend: fast 100 % Reichweite durch den ORF, und: Die Vereine hatten Bedenken, dass Red-Bull-Boss Didi Mateschitz aus der Fußballsendung eine Bullen-Show machen würde. Ein vor der gestrigen Abstimmung kolportiertes gemeinsames Angebot von ORF und Servus-TV hatte sich zerschlagen.

Zuletzt machte Sky Druck, drohte mit Ausstieg. Doch am Ende stand der Pay-Sender zusammen mit dem ORF als großer Sieger da. Rapid-Boss Edlinger zufrieden. "Es hat sich ausgezahlt, dass wir das erste Angebot platzen haben lassen.“