Milliardär Slim stellt sich hinter E-Plus-Verkauf

Der Weg für den geplanten Verkauf des deutschen Mobilfunkanbieters E-Plus an Telefonica ist von Seiten der beteiligten Unternehmen praktisch frei. Der mexikanische Großaktionär der niederländischen E-Plus-Mutter KPN, America Movil, wird dem Geschäft auf einer eigens dafür einberufenen außerordentlichen KPN-Hauptversammlung zustimmen. Das teilte die Telefonica Deutschland Holding AG am Montag mit.

Allerdings weist Telefonica darauf hin, dass die Transaktion weiter unter dem Vorbehalt einer Zustimmung der Wettbewerbsbehörden stehe. Außerdem hat Telefonica Deutschland (O2) sein Angebot für E-Plus erhöht.

America Movil wird vom mexikanischen Milliardär Carlos Slim kontrolliert und ist Großaktionär der niederländischen KPN. Slim, auch Großaktionär der Telekom Austria, galt bisher als Kritiker des Geschäfts und es war unklar, ob er den E-Plus-Verkauf an Telefonica blockieren oder durchwinken wird. Diese Zweifel sind nun ausgeräumt.

Mit der Aufstockung des Angebots reagierte Telefonica offenbar auf die Kritik von Slim, der den Kaufpreis Kreisen zufolge als zu niedrig bezeichnet hatte. Nun wird E-Plus mit 8,55 Mrd. Euro bewertet, wie KPN am Montag mitteilte. Den geänderten Konditionen zufolge hält KPN zukünftig 20,5 Prozent an dem fusionierten Mobilfunkkonzern. Bisher sollte KPN lediglich 17,6 Prozent besitzen. Telefonica Deutschland erhält jedoch auch eine Call-Option: Bis zu 2,9 Prozent kann Telefonica Deutschland zu einem Ausübungspreis von bis zu 510 Millionen Euro erwerben.

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