Nabucco-Pipeline mit Türkei fertig verhandelt

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Das Regierungsabkommen über die Nabucco-Pipeline ist fertig verhandelt und soll am kommenden Montag in der türkischen Hauptstadt Ankara unterschrieben werden. Offen war bis jetzt laut Wirtschaftsminister Mitterlehner nur die Frage, welchen Anteil des durch die Pipeline transportierten Erdgases die Türkei für sich beanspruchen kann. Darüber konnte nun offenbar eine Einigung erzielt werden.

Die Länder, durch welche die Pipeline gelegt werden soll, waren im Jänner besonders stark von der Gaskrise betroffen. Nabucco führt neben Österreich durch Ungarn, Bulgarien, Rumänien und die Türkei, durch die der größte Teil der 3.300 Kilometer langen Erdgas-Leitung verlaufen soll. Als mögliches Lieferland ist Aserbaidschan in die laufenden Kontakte eingebunden.

"Die Gaskrise zu Jahresbeginn 2009 hat gezeigt, dass Europa zur Sicherung der Versorgung seine Lieferrouten für Gas diversifizieren muss. Das Projekt Nabucco ist aber nicht gegen Gazprom oder gegen andere Projekte gerichtet, sondern ist als Ergänzung zu russischem Gas zu sehen", so Mitterlehner. "Die Partnerschaft mit Russland bleibt für uns von großer Bedeutung."

Die OMV, die federführend am Nabucco-Projekt beteiligt ist, gab offiziell die Verpflichtung des ehemaligen deutschen Außenministers Joschka Fischer als politischen Berater für das Nabucco-Projekt bekannt. Aus diesem Zweck haben die OMV einen zunächst bis 2010 befristeten Vertrag mit Fischer abgeschlossen.

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