Nokia stoppt Entwicklung von neuem "MeeGo"-Handy

Der finnische Handybauer Nokia hat Kreisen zufolge kaum noch Hoffnung auf einen Erfolg mit einem eigenen neuen Betriebssystem. Das Unternehmen habe die Entwicklung eines neuen Handys mit der Software "MeeGo" gestoppt, sagten zwei Personen aus dem Branchenumfeld des Konzerns.

Die Finnen betrachteten die bisher noch nicht marktreife "MeeGo"-Software als wichtiges Mittel im Kampf gegen die Konkurrenz durch Apple und Google auf dem Smartphone-Markt. Die Entwicklung der Software-Plattform war aus dem Zusammenschluss aus den Programmen Maemo und Moblin der Partner Nokia und Intel vor gut einem Jahr hervorgegangen. Beide Systeme basierten auf dem offenen Standard Linux.

Am Freitag will Nokia seine neue Konzernstrategie vorstellen, mit der das Unternehmen den Niedergang stoppen will. Es hatte sich zuletzt offen für den Einsatz von externen Betriebssystemen gezeigt. Experten erwarten, dass künftig auch Programme von seinem früheren Arbeitgeber Microsoft auf Nokia-Handys zum Einsatz kommen.