Ballaststoffe sind aktuell in aller Munde: Unter dem Begriff „Fiber-Maxxing“ verbreitet sich auf Social Media ein Trend, der den Blick verstärkt auf bestimmte pflanzliche Lebensmittel lenkt.Hülsenfrüchte stehen dabei besonders im Fokus.
Fiber-Maxxing, ist keine Diät, sondern ein bewussterer Blick auf jene pflanzlichen Rohstoffe, die natürlicherweise viele Ballaststoffe enthalten.Hülsenfrüchte sind dabei längst kein reines Nischenprodukt mehr, sondern ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Landwirtschaft. Sojabohnen, Ackerbohnen, Körnererbsen, Linsen, Kichererbsen oder Lupinen zählen zu den sogenannten Eiweißpflanzen und werden in Österreich in wachsendem Umfang angebaut.
„Gerade bei Produkten wie Hülsenfrüchten ist die Herkunft für viele Konsumentinnen und Konsumenten ein zentrales Entscheidungskriterium. Das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel bietet hier eine klare Orientierung und steht für nachvollziehbare Produktionsschritte aus Österreich“, so Christina Mutenthaler-Sipek, die Geschäftsführerin der AMA-Marketing.
Reife Sojahülsenfrüchte
Hülsenfrüchte aus Österreich gewinnen an Bedeutung
Nach einem jahrzehntelangen Rückgang erlebt der Anbau von Körnerleguminosen in Österreich seit 2020 eine deutliche Trendwende. Laut Grünem Bericht 2025 wurden im Jahr 2024 rund 23.300 Hektar mit Erbsen, Ackerbohnen, Linsen und Kichererbsen bewirtschaftet. Die Erntemenge belief sich auf 49.150 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Anbaufläche um 10,5 Prozent, die Produktion um acht Prozent. Diese Entwicklung unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Hülsenfrüchten innerhalb der heimischen Landwirtschaft.
Sojabohne: Dynamische Entwicklung im Ackerbau
Besonders dynamisch zeigt sich der Sojabohnenanbau. Sojabohnen sind mittlerweile die viertgrößte Ackerkultur Österreichs – nur Mais, Weizen und Gerste werden häufiger angebaut. Nach dem bisherigen Rekordjahr 2022 setzt sich der positive Trend fort: 2025 bringt eine Rekordernte. Günstige Witterungsbedingungen führten nahezu flächendeckend zu sehr guten Erträgen und Qualitäten. Im konventionellen Anbau lagen diese im Durchschnitt bei knapp 3.500 Kilogramm pro Hektar.
Mit dieser Entwicklung erreicht Österreich 2025 einen weiteren Meilenstein: Erstmals zählt das Land bei der Soja-Erntemenge zu den Top-3-Produzenten innerhalb der Europäischen Union. Eine Besonderheit der heimischen Sojaproduktion liegt in ihrer Verwendung: Während international ein Großteil der Sojaernte in Futtermitteln eingesetzt wird, wird in Österreich ein signifikanter Anteil direkt für die Lebensmittelverarbeitung genutzt. Grundlage dafür sind klar definierte Produktionsstandards und der konsequent gentechnikfreie Anbau.
AMA-Gütesiegel schafft Orientierung und VertrauenMit dem steigenden Angebot an Hülsenfrüchten wächst auch das Bedürfnis nach verlässlicher Orientierung. Hier setzt das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel an. Hülsenfrüchte mit AMA-Gütesiegel stammen vollständig aus Österreich – vom Anbau über Ernte, Lagerung und Aufbereitung bis zur Verarbeitung. Die Herkunft ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette lückenlos rückverfolgbar.