Novartis greift zum Rotstift und kappt 2.000 Jobs

Der Schweizer Pharmariese Novartis legt ein radikales Sparprogramm auf und streicht und verlagert Stellen. Vor allem in der Schweiz und in den USA sollen in den nächsten drei bis fünf Jahren rund 2.000 Arbeitsplätze wegfallen, teilte der Basler Arzneimittelhersteller mit. Vor allem in Niedriglohnländern will der Konzern dagegen rund 700 Posten schaffen.

Die Maßnahmen, mit denen jährlich über 200 Mio. Dollar (144 Mio. Euro) eingespart werden sollen, werden im vierten Quartal mit rund 300 Mio. Dollar Kosten zu Buche schlagen. Wegen des starken Franken verlagert der Konzern zudem Forschungsaktivitäten von der Schweiz in die USA. Die Ankündigung von Novartis ist eine weitere Negativnachricht für die lange Zeit erfolgsverwöhnte Pharmabranche, die derzeit unter staatlichen Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem und harter Konkurrenz durch die Hersteller billiger Nachahmermedikamente leidet.