Ökonomen: Niedrige Inflation bringt Reallohnplus

Die recht niedrige Inflation dürfte in diesem Jahr nach Ansicht von Experten zu einem deutlichen Plus bei den Reallöhnen führen. "Wir rechnen mit einem realen Lohnzuwachs von einem bis 1,5 Prozent", sagte der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, der "Bild"-Zeitung".

Der Gehaltsexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Christoph Schröder, sagte dem Blatt, nach den bisherigen Lohnabschlüssen könnten sich die Beschäftigten 2014 "nach Abzug der Inflation über ein klares Lohnplus freuen".

Im vergangenen Jahr hatte die Steigerung der Verbraucherpreise den nominalen Anstieg der Löhne komplett aufgefressen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sanken die Reallöhne um 0,1 Prozent. Es war das erste Minus seit dem Krisenjahr 2009. In den Jahren dazwischen waren die Reallöhne jeweils gestiegen, am stärksten 2010, als die Statistiker ein Plus von 1,5 verzeichneten.

Die Inflation in Deutschland hatte sich zuletzt verlangsamt. Im Jänner stiegen die Verbraucherpreise noch um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, im Februar betrug das Plus 1,2. Im März waren es dann nur noch 1,0 Prozent - es handelt sich um den geringsten Anstieg seit August 2010. Für April geht das Statistische Bundesamt allerdings von einer Teuerung von 1,3 Prozent aus. Die endgültigen Zahlen werden am Mittwoch veröffentlicht.

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