Sparpaket

ÖSTERREICH-Umfrage: Herr Pröll, so wollen wir sparen

proell
© Niesner

Während im Finanzressort Sparpläne gewälzt werden, erhob ÖSTERREICH, wo die Österreicher sparen wollen: Bei Kultur und Arbeitslosen.

OE24 auf Google bevorzugen

Schnitte bei Kultur und Arbeitslosen – Finger weg von Pensionen und Urlaubsgeld. ÖSTERREICH ließ die Österreicher vom Gallup-Institut zur Budget-Misere befragen. Und ihr ganz persönliches Sparpaket schnüren, das wir hiermit Finanzminister Josef Pröll überreichen.

Österreicher schnüren sich ihr eigenes Sparpaket

Dabei zeigte sich: Große Einigkeit herrscht bei der Bevölkerung darüber, dass gespart werden muss. Und: Die Kulturnation Österreich setzt den Rotstift ausgerechnet bei den Kultursubventionen für Festspiele, Theater, Literatur, usw. an. 70 % der Befragten sind dafür, dass hier gekürzt wird. Bemerkenswert: Vor allem ÖVP- und FPÖ-Wähler sind mit 73 bzw. 76 % für weniger Kultursubventionen.

Und die Österreicher nehmen auch die knapp 230.000 Arbeitslosen ins Visier: 67 % wollen die Kurse des Arbeitsmarkt-Service AMS kürzen.

Streichkonzert bei Kultur, AMS und dem Straßenbau

Überraschend: Gleich dahinter liegt mit 66 % die Kürzung von Straßenbau-Projekten – es geht also dem liebsten Spielzeug der Österreicher, dem Auto, an den Kragen. Alle anderen Kürzungsprojekte finden nur relative Mehrheiten, bleiben also unter 50 %: So sind 47 % dafür, bei den Subventionen für die Bauern zu sparen – wobei hier die Meinungen unter den Parteianhängern weit auseinandergehen: So sind 60 % der FPÖler und 50 % der SPÖ-Anhänger der Ansicht, bei den Bauern muss hineingeschnitten werden – aber nur 37 % der Grün-Anhänger.

Auch bei Sparideen für Studenten und Familien scheiden sich die Partei-Geister: So wollen 60 % der ÖVP-Fans bei Stipendien sparen – aber nur 14 % der Grünen. Spannend: 46 % der Familienpartei ÖVP wollen die 13. Familienbeihilfe streichen, hier zeigen sich die SPÖ-Wähler am familienfreundlichsten: Nur 31 % Rote können sich hier Schnitte vorstellen.

Nur 18 % der SPÖler wollen bei Renten sparen

Finger weg von Pensionen und Urlaubsgeld – auch das ist eine Botschaft an Pröll: Nur 30 % würden ein Einfrieren der Pensionen billigen, gar nur 29 eine höhere Besteuerung des 13. und 14. Gehalts. Auch hier Differenzen: Naturgemäß können sich SPÖ-Wähler bei den Pensionen am wenigsten Einsparungen vorstellen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden