Die OPEC zieht in die Wipplingerstraße

OPEC fixiert neue Zentrale in Wien

In etwas mehr als 1 Jahr wird die OPEC vom Donaukanal in ihre neue Zentrale vis-a-vis der Börse übersiedeln.

Die neue Adresse steht bereits seit mehr als 2 Jahren fest - heute (30.9) wurde die Übersiedlung offiziell durch einen Vertrag besiegelt, den Außenminister Michael Spindelegger (V) und OPEC-Generalsekretär Abdullah al-Badri unterzeichneten.

Der neue ständige OPEC-Amtssitz in der Wiener Innenstadt bedeute eine "weitere Stärkung Wiens als Drehscheibe im internationalen Energiedialog", sagte Spindelegger.

"Wien hat sich in den letzten Jahren als eine Drehscheibe im internationalen Dialog für Energiefragen etabliert. Auch die jährlichen EU-OPEC Ministertreffen in Wien unterstreichen die Rolle Wiens als wichtiger Standort im internationalen Energie-Netzwerk", so der Minister anlässlich der heutigen Unterzeichnung.

Der neue OPEC-Amtssitz soll im November 2009 übergeben werden. Das neue OPEC-Gebäude wird vor allem dem Wunsch der OPEC nach mehr Sicherheit für die Energieminister-Treffen gerecht. Die Mietkosten von rund 1,8 Mio. Euro teilen sich die Republik Österreich und die Stadt Wien je zur Hälfte.

"Energiemekka" Wien

Spindelegger verwies auf die insgesamt acht internationalen Organisationen mit einem energiebezogenen Mandat, die in Wien ansässig sind - darunter neben der OPEC und dem OPEC Fund for International Development auch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO), die UN-Organisation für Industrielle Entwicklung (UNIDO), die Energiegemeinschaft für Südosteuropa, das Internationale Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA), die Renewable Energy and Energy Efficiency Partnership (REEEP) und das zukünftige Verbindungsbüro der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA).

Laut einer Studie des Beratungsunternehmen Ernst & Young vom August haben die in Wien ansässigen internationalen Organisationen einen Netto-Wertschöpfungseffekt von rund 400 Mio. Euro. Für die OPEC arbeiten in Wien etwa 150 Mitarbeiter, knapp 60 davon sind Österreicher.